Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Nils berichtet: Beim Imkerfest in Dudenhofen

Hat viel über Bienen zu erzählen: Eckhart Kuse.
Hat viel über Bienen zu erzählen: Eckhart Kuse. Foto: Lenz

Nils Nager sind am Sonntag im Dudenhofener Wald ganz viele Radler begegnet. Da ist der Biber einfach mal einem hinterhergelaufen. Die Menschen zog es zu einem umzäunten Grundstück im Wald. „Das ist unser Lehrbienenstand und wir feiern heute ein Fest“, hat Harald Hoffmann Nils erklärt. Der Speyerer ist Vorsitzender des Imkervereins, einer Vereinigung von Bienenhaltern.

Das muss spannend sein, dachte sich Nils, als er Kinder, Jugendliche und Erwachsene den Erklärungen von Eckhard Kuse lauschen sah. Der Schifferstadter ist der Stellvertreter von Harald Hoffmann und für die Bienenzucht in dem Verein zuständig. Aus fünf Völkern, wie der Imker sagte, besteht der Lehrbienenstand derzeit. „Ein Volk kann bis zu 50.000 Bienen haben“, weiß Kuse. Genau genommen handelt es sich dabei um Honigbienen.

Den Honig, den die Insekten aus Blütennektar herstellen, nehmen die Imker ihnen ab, um ihn selbst zu essen oder zu verkaufen. „Aber nur bis Ende Juni, danach dürfen die Bienen ihren Wintervorrat behalten“, versicherte Kuse. Weil die Honigbienen bei ihren „Blütenbesuchen“ immer auch Pollen an ihren Beinchen mitnehmen und ihn auf eine andere Blüte übertragen, sorgen sie für die Vermehrung der jeweiligen Pflanzenart. „Bis zu drei Kilometer weit fliegen Bienen bis zu einer Blüte“, beantwortete der Imker die Frage eines Besuchers.

Eckhard Kuse erklärte beim Imkerfest auch, wie der Mensch auf die Biene gekommen ist. „Früher gab es nur wilde Honigbienen. Die lebten meistens in Baumhöhlen, die zum Beispiel ein Specht in einen Stamm geklopft hat.“ Wenn man diesen Bienen den Honig wegnahm, wurden die Waben, also das Nest der Bienen und damit das Volk zerstört. Seit einigen Jahren gibt es stattdessen Holzkästen für die Bienen mit Waben in Rahmen, die der Imker zum Honigschleudern herausnimmt, ohne dem Volk damit zu schaden.

So wie sich Imker für den Schutz von Pflanzen, die den Bienen Nektar bieten, einsetzen, so engagieren sich die Mitglieder des Weltladens Speyer für fairen Handel mit Lebensmitteln wie Kaffee, Kakao und Honig. An ihrem Info-Stand beim Imkerfest berichteten Gunter Grünenthal und Cordula Hamburger von Projekten in Südamerika und andernorts, bei denen die Bauern für ihre Erzeugnisse genug Geld bekommen, dass sie ordentlich von ihrer Arbeit leben können.

Für Kinder wurde ein Rätselspiel angeboten. Wer alles richtig hatte, nahm an einer Preisverlosung teil. Für den Gewinner gab es von Imker-Chef Hoffman – natürlich – ein Glas Honig.

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