Speyer
Neues Verteilerhaus ermöglicht Glasfaser-Ausbau
27 Tonnen wiegt das Verteilerhaus, das am Donnerstag mit einem großen Kran abgeladen und mit der notwendigen Elektronik versehen wurde. Angeschlossen wurde es an das vorhandene Netz. „Dahinter verbirgt sich so etwas wie ein Riesenring um Speyer herum, an den der ,POP’ angeschlossen und die Verteilerschränke installiert werden“, erklärt Projektleiter Georg Weyrich.
Jetzt sei der Tiefbau mit der Verlegung der Leerrohre an der Reihe. „Danach folgt die Montage der Glasfaser“, so Weyrich. Mit den Arbeiten werde im Gebiet Hasenpfühlerweide, An der Hofweide und in der Straße Zum Schlangenwühl begonnen. Die Firma Schuler (Mosbach/Tiefbau) und DHV e-Net (Wiesloch/Kabelarbeiten) sind vor Ort. Die Leitungen würden im Gehwegbereich verlegt, so dass der Verkehr nicht allzu sehr beeinträchtigt werde.
Anmeldung kostet 799 Euro
Wer im Ausbaubereich einen Anschluss möchte, kann sich noch melden. „Kostenfrei ist das jetzt zwar nicht mehr, aber günstiger als zu einem späteren Zeitpunkt“, informieren die SWS. Es würden 799 Euro fällig. „Sind die Leitungen erst einmal verlegt, kann erst frühestens 2022 wieder angedockt werden.“ Für das 4,2-Millionen-Euro-Projekt hatten sich die SWS Ende 2019 entschieden, nachdem 36,4 Prozent der möglichen 1250 Kunden einen Vertrag abgeschlossen hatten.
Wie wichtig der Ausbau eines leistungsfähigen Glasfasernetzes ist, hat laut SWS die Corona-Pandemie gezeigt. Viele hätten Teilbereiche ihres Privat- und Berufslebens ins Internet verlagert, betont Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD), die den SWS-Aufsichtsrat führt.