Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Kunstrasen für den HC Speyer rückt näher und näher

Verbandsligameister: Hanno Pletsch (links) vom HC Speyer gegen VfR Grünstadt.
Verbandsligameister: Hanno Pletsch (links) vom HC Speyer gegen VfR Grünstadt.

Der HC Speyer baut, tauscht aus, erneuert, hübscht auf. Gerade rechtzeitig zum 100. könnte die Sache im nächsten Sommer durch sein. Sportliche Leckerbissen warten.

„Wir liegen in den letzten Zügen der Beantragung“, sagte André Schehl, wiedergewählter Vorsitzender des HC Speyer. Er meint die Zuschüsse für den Austausch des Kunstrasens auf dem Weiherhof: „Es gibt Hürden, von denen wusste ich gar nichts“, meinte er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Für das Land, das über den Goldenen Plan den Löwenanteil im Hauptfördertopf bereit hält, seien die Angebote drei verschiedener Hersteller einzureichen.

HC-Chef Schehl verweist auf den von Anfang guten Austausch mit Speyers Sportamtsleiter Christian Seitleben und Bürgermeisterin Monika Kabs. So lande das Projekt auf der Prioritätenliste für den Goldenen Plan 2026 auf Platz eins. Schehl erachtet die Wartezeit von einem Jahr als gut. Die Höhe der förderungswürdigen Kosten sei unterdessen sogar von 40 auf 50 Prozent angestiegen.

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Schehl schwört

„Das ist schon wichtig bei Kosten von 250.000 Euro“, so Schehl: „Dabei geht es nur um den Platz.“ Er schwört auf ein kompetentes Team mit Timo Breuer und Paul-Philipp Schäfer, wie er selbst seit Jahrzehnten im Verein verwurzelt, der eine als Experte bei der Beantragung, der andere als Geschäftsmann: „Das läuft super gut.“

Er vergisst die Verdienste von Christian Reith, dem früheren Vorstandsmitglied, nicht. Die Blau-Weißen planen die Umsetzung für Sommer 2026. Nach der Sommerpause lande die Sache in Sportausschuss und Stadtrat. Als Baufirma nannte der Vorsitzende einen Marktführer aus Bayern. Die Zusammenarbeit mit dem Partner beim letzten Kunstrasen aus England sei nach dem Austritt aus der Europäischen Union schwierig. Er konzentriere sich auf die Heimat: „Wir haben uns bewusst entschieden.“

Vorbildhafte Nachbarn

Mannheimer HC und TFC Ludwigshafen dienten als Vorbilder. Die Speyerer sprachen sich für eine grüne Spielfläche mit Blau außenrum aus. Die umgekehrte Variante gebe sicherlich einen besseren Kontrast für das Fernsehen, was bei den Weiherhöflern aber weniger in Frage komme. Der Club zapfte zudem einen weiteren Geldgeber an. ZUG tritt auf den Plan, Zukunft - Umwelt - Gesellschaft, eine Bundesgesellschaft und spezialisierte Projektträgerin für alle Themen rund um den Schutz von Umwelt, Natur und Klima. Die Umrüstung des Flutlichts auf LED erfolge Anfang 2026.

Eigentlich sei der HC von der Finanzierung her relativ weit, teilte der ehemalige Damentrainer mit. Sparkassen-Stiftung und der virtuelle Verkauf von Platzparzellen tragen ihren Teil dazu bei. Letzterer sei zuletzt etwas ins Stocken geraten. „Aber 25.000 Euro sind beisammen.“ Hinzu komme ein Darlehen des Hauptsponsors zu super Zinsen.

Jugend-Endrunde

Ein Crowdfunding brachte Geld. Denn es steht noch mehr auf der Agenda: „Wir hübschen das Clubhaus auf.“ Der Anstrich der Kabinen erfolgte. Nun komme die Vergrößerung der 40 Jahre alten Toiletten. Und im kommenden Jahr feiert der Verein 100. Geburtstag. Gesellig läuft es laut dem Vorsitzenden weniger auf einen vielleicht nicht mehr so zeitgemäßen Ball in der Stadthalle hinaus als auf eine Feier im Zelt auf dem Clubgelände, am besten verbunden mit der Platzeinweihung.

Auf zehn bis zwölf Tage bezifferte er den Neubau: „Die Entsorgung haben wir selbst organisiert.“ Sportlich schwebt BW die Ausrichtung einer Endrunde um die deutsche Meisterschaft vor, ob unter-16-jährige Jungen oder Mädchen in der Nordhalle, auch, wenn die eigenen sich laut Schehl wohl nicht qualifizieren.

Länderspiel utopisch

Ein Länderspiel im Freien wie einst gegen Malaysia schätzt er als schwieriger ein. Die Nationalmannschaften jetteten aufgrund des Nations Cups um die Welt. Da schwebt ihm aufgrund guter Kontakter die Verpflichtung von Bundesligisten wie des Mannheimer HC vor oder des Hamburger Polo-Clubs rund um Eigengewächs Christoph Bechmann.

All dies nimmt die Gemeinschaft mit diesem im Mail gewählten Vorstand in Angriff: Schehl geht weiter voran. Otto Hoerdemann, selbst schon an der Spitze, kehrt als Stellvertreter zurück. Sportwart Alexander Bär, Kassenwart Cord Specht, Jugendleiter Niklas Schmitt und die neuen Beisitzer Breuer (Clubentwicklung, Infrastruktur), Karsten Halling (Informatik) gehören dazu. Ihre Vorgänger Sven Dewes (Veranstaltungen) und Vanessa Hiljegerdes (Kommunikation) bringen sich weiter ein.

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