Speyer
Neue Wohnungen auf 4000 Quadratmetern
„Revitalisierung“ nennt Vorstandssprecher Thomas Traue den Prozess, den die Sparkasse für die 8700 Quadratmeter in der Innenstadt anstrebt. Dazu gehört, dass nicht nur Bankwesen, sondern auch Wohnungsbau betrieben wird. Der Verwaltungsrat hat im Juni erste Ansätze erfahren, im Juli erfolgte die Abstimmung mit der Stadtverwaltung (wir berichteten). Im Bauausschuss wurden nun einige Details mehr auf den Tisch gelegt.
Rund 40 Jahre alt ist das Gebäude. Jetzt muss es laut Traue kernsaniert werden. Von einer Überplanung auch des umliegenden Geländes sei die Sparkasse abgekommen. „Wir haben dort sehr viele Restriktionen, unter anderem durch denkmalgeschützte Gebäude und den Kreuzgang“, erklärte Kerstin Trojan, Abteilungsleiterin Stadtplanung, dazu. Traue verwies auf Erfordernisse des Brandschutzes, und natürlich gehe es für das Kreditinstitut in Zeiten eines gesunkenen Zinsüberschusses auch darum, Geld zu verdienen. Deshalb ist in einem Teil des Gebäudes auch der Bau von Wohnungen vorgesehen – innerhalb des bestehenden Bebauungsplans.
Appartements an verschiedenen Stellen
Geplant ist laut Traue, dass im Erd- und ersten Obergeschoss ein Beratungscenter des Geldinstituts erhalten bleibt und im zweiten bis vierten Obergeschoss auf zirka 2900 Quadratmetern Mietwohnungen entstehen. Auch im Nachbarhaus Augustinergasse 1 soll Wohnraum auf 240 Quadratmetern geschaffen und das benachbarte Parkhaus soll mit Wohnungen aufgestockt werden. Tiefgarage und Parkdeck blieben erhalten. „Unterm Strich werden wir auf 4000 Quadratmetern Wohnungen zur Verfügung stellen“, so Traue. In den Prozess sei Deutsche Anlagen-Leasing GmbH (DAL, Mainz) eingebunden.
Traue kündigte ein Investitionsvolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich, einen Architektenwettbewerb und eine Bürgerbeteiligung am 11. Oktober an. Auch der Gestaltungsbeirat werde eingebunden. Fraktionsübergreifend waren sich die Ausschussvertreter einig, dass das Thema Entsiegelung eine Rolle bei der Planung spielen muss. „Das Luftbild zeigt eindeutig, dass der Gedanke gerechtfertigt ist“, lenkte Traue ein.