Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Netzwerk plant Kooperationen zu erneuerbaren Energien

Windkraft: Akzeptanz der Anlagen ist gestiegen.
Windkraft: Akzeptanz der Anlagen ist gestiegen.

Das von der städtischen Wirtschaftsförderung initiierte Erneuerbare-Energien-Netzwerk in Speyer weckt Hoffnungen. Zum ersten Treffen kamen mehr als 20 Unternehmensvertreter mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen. Ihr Austausch soll zur regelmäßigen Einrichtung werden.

„Vernetzung ist ein entscheidendes Kriterium, um die Energiewende erfolgreich gestalten zu können“, sagt Mario Daum, Leiter der Wirtschaftsförderung in Speyer. Er hatte zum ersten Treffen des Netzwerks eingeladen. Er zeigte sich danach mit den Ergebnissen sehr zufrieden und kündigte drei Treffen der Gruppe pro Jahr an. Sein weiterer Plan ist, „zunächst die interne Vernetzung sicherzustellen“. Zudem gehe es um eine intensive Öffentlichkeitsarbeit „mit dem Ziel, die Energiewende positiv zu begleiten und Unsicherheiten aufzuklären“.

Den Kommunikationsbedarf erwähnten mehrere Teilnehmer. „Eine Herausforderung ist die Pädagogik: Wie bekommen wir das Thema Wasserstoff dorthin, wo wir Entscheidungen erwarten“, nannte Edgar Schmieder, Projektentwickler in diesem Bereich, einen aus seiner Sicht zentralen Punkt. „Nichts geht mehr ohne Bürgerbeteiligung“, sagte Thomas Gerstner als Vertreter der lokalen Bürgergenossenschaft Bine. In Römerberg sei das gelungen – „sodass Widerstände gegen den Neubau von Windrädern heute nicht mehr wie vor zehn Jahren auftreten“. Wirtschaftsförderer Daum nannte Kooperationen als Ziel des Netzwerks. In Bezug auf Wasserstoff-Projekte komme es darauf an, „wie hoch die Nachfrage ist“.

Stadtwerke als großer Partner

Als großer Partner im Boot sind die Stadtwerke (SWS), deren Geschäftsführer Wolfgang Bühring die energiepolitischen Weichenstellungen in seiner Verantwortung referierte. Dazu gehöre die Entscheidung von 2005, nur noch in erneuerbare Energien zu investieren. Das sei mit großen finanziellen Herausforderungen verbunden, was sich am deutlichsten am Geothermie-Projekt des Kommunalversorgers zeige, das derzeit vorbereitet wird. Zusammen mit den Schifferstadter Stadtwerken als Partner werde mit Kosten von 140 Millionen Euro gerechnet, für die aber auch schon Fördermittel in Höhe von 44 Millionen Euro in Aussicht gestellt seien.

Die Speyerer Netzwerk-Teilnehmer kommen allerdings nicht nur aus dem Bereich der regenerativen Energien. Dabei ist zum Beispiel auch Mineralöl-Anbieter Steigleiter aus dem Sterngarten: „Wir sehen die Herausforderung, die Wende zu schaffen.“ Weitere Interessierte kamen aus der Solar- und Elektrotechnik, der Unternehmensberatung, der Architektur oder auch der Ingenieurdienstleistung. Mit Jakob Sievers war zudem der Anbieter einer Investment-Plattform gekommen, mit Rolf Schmitt der Verantwortliche der BHYO Hydrogen Technology (Ludwigshafen), die auf den Einsatz biogener Reststoffe spezialisiert ist und eine Testanlage für die Speyerer Kläranlage betreibt.

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