Sport allgemein RHEINPFALZ Plus Artikel Nächste Schritte für neue Sporthalle in Speyer eingeleitet

Nicht zuletzt die Jugendabteilung der Handballer des TSV Speyer boomt.
Nicht zuletzt die Jugendabteilung der Handballer des TSV Speyer boomt.

Die Idee einer neuen Sporthalle für Speyer kommt Schritt für Schritt voran. Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) und Sportamtsleiter Christian Seitleben informierten unsere Zeitung über den aktuellen Stand.

Der Sportstättenleitplan in seiner jüngsten Fassung von – Januar 1998 – erstellt durch Stadtbauamt und Stadtplanung in Zusammenarbeit mit Schul- sowie Sportamt erfährt eine Fortschreibung. „Wir bauen ja nicht jedes Jahr eine Halle“, sagte Dezernentin Kabs über das in die Jahre gekommene 77 Din-A-4-Seiten starke Papier in 200-facher Auflage, unterzeichnet von der damaligen Beigeordneten Inge Irlweck.

Für alle

Drin enthalten: Bedarf, Entwicklung der Sportvereine, Belegung der Sportstätten, aber auch Planungsaussagen, Standortvorschläge, Kostenrichtwerte, Nutzungsmöglichkeiten, Folgekosten. „Was brauen wir?“, fragte Kabs. Die Überlegungen reichen von einer Trainingshalle für Ballsport bis zur Wettkampf- oder Großsporthalle à la Ost-/Nordhalle: „Eine Dreifeldhalle“, klärte Seitleben auf.

Die Trainingshalle erachtet die Bürgermeisterin als am ehesten realistisch: „Es stellt sich auch die Frage, was wir uns leisten können. Natürlich wäre eine große Halle toll.“ Und: „Es soll eine Halle für alle sein.“ Wenn es die Sportstätte gebe, baue die Stadt sie. Auf ihren Bedarf wiesen zuletzt die boomenden Handballer des TSV hin.

Kabs’ Vorschlag

Der Sportamtsleiter präsentierte die Zahlen: „Wir haben zwei Lagen.“ Im Sommer gebe es aufgrund der Bewilligung bisher 26,8 Prozent ungenutzte Zeiten, im Winter 17,7, jeweils während der Schulzeiten. Hinzu kommen Doppelbelegungen und Überschneidungen. „Eine neue Halle kann grundsätzlich gerechtfertigt sein“, fasste Kabs zusammen.

Als wahrscheinlichsten Standort brachte sie wieder den Bereich an der Integrierten Gesamtschule mit dem wohl wenig frequentierten Kleinspielfeld ins Gespräch. Der sei bereits versiegelt. Aber es gelte, andere Fragen zu klären. Zuletzt schien die bereits von den Handballern vorgeschlagene Fläche aufgrund von Lärmbelästigung für die Anwohner und Parkplätzen außen vor.

Zur ehemaligen Kaserne im Norden der Stadt gibt’s dagegen nichts Neues, Kabs: „Sie gehört uns nicht.“ Und wenn doch einmal, ließ sie die Nutzung angesichts von Wohnungsbedarfs offen. Das Thema findet nun Berücksichtigung im nächsten Haushalt, über den der Stadtrat und danach die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion befinden. 2025 werde die Verwaltung wohl keine Aufträge erteilen können.

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