Speyer Mitten aus dem Leben

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Halter von Pferden, Eltern von Kindergartenkindern, Anwohner der Carl-Zimmermann-Straße: 24 Zuhörer sind am Donnerstagabend zur öffentlichen Sitzung des Haupt- und des Bauausschusses der Ortsgemeinde Dudenhofen gekommen – so viele wie nie zuvor bei einer Ausschusssitzung, die seit Juli öffentlich abgehalten werden müssen. Zehn der Zuhörer bewiesen am Ende so viel Sitzfleisch wie die anwesenden Ausschussmitglieder – denn die Sitzung dauerte dreieinhalb Stunden.

Mitglieder des Elternausschusses und die Leiterin der kommunalen Kindertagesstätte Naseweis in Dudenhofen harrten wegen des letzten Tagesordnungspunkt bis in die Nacht im Bürgerhaus aus: Sie wollen, dass sich ein anderes Catering-Unternehmen um die Versorgung der Kita-Kinder kümmert. Das hat der Kita-Elternausschuss der Gemeinde in einem Brief mitgeteilt. Sie wird jetzt bei drei Essens-Unternehmen Angebote für den Mittagstisch von 80 Kita- und 20 Hort-Kindern einholen. Das Ergebnis der Ausschreibung wird im Ortsgemeinderat bekannt gegeben. Das Essen zahlen die Eltern selbst, es soll aus frischen und saisonalen Produkten (wenn möglich Bio) hergestellt werden und sich an den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Diese Kriterien sollen auch in der Ausschreibung festgehalten werden. Auf dem Programm des Hauptausschusses stand die Frage, wie man mit der Carl-Zimmermann-Straße weiter umzugehen gedenkt. Wie berichtet, hatten sowohl der Kreisrechtsausschuss als auch das Verwaltungsgericht Neustadt die Klage eines Bürgers abgelehnt, der aus Gründen des Lärmschutzes Tempo 30 in der Straße gefordert hatte. Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) hatte nun am Donnerstag drei Alternativen für die Zimmermann-Straße zur Diskussion gestellt: 1. Straßenführung bleibt wie bisher (rechts vor links) mit Tempo 50 2. Straßenführung wie bisher, aber Tempo 30 3. Carl-Zimmermann-Straße wird Vorfahrtsstraße, die Zubringerstraßen werden in ihrer Einmündung zur Zimmermann-Straße mit Stop- oder Vorfahrt-gewähren-Schildern ausgestattet bei Tempo 30. Bei dieser Variante könnte man beim Landesbetrieb Mobilität einen Zuschussantrag für die Renovierung von Straße und Gehweg stellen. Gleiches gilt für die Variante 1. Entschieden wird die Frage des weiteren Vorgehens im Ortsgemeinderat, bei einer Probeabstimmung des Hauptausschusses hat sich deutlich gezeigt, dass die große Mehrheit alles beim Alten lassen will, also für Variante 1 ist. Varianten 2 und 3 bekamen jeweils nur eine Stimme, Ortsbürgermeister Eberhard enthielt sich: „Alle Argumente sind irgendwo richtig.“ Im Pferdegebiet rund um den Atzelhof geht es weiter: Die Verwaltung wurde beauftragt, die Arbeiten für den Straßenbau und den Bau von Trinkwasser-, Abwasserdruck-, und elektrischen Leitungen auszuschreiben. Die Straßen und die Leitungen dienen der Erschließung des Gebietes zwischen der verlängerten Gommersheimer und der verlängerten Rottstraße, so wird beispielsweise eine Straße als Verbindungsstrecke neu angelegt werden müssen. Auf die Grundstückseigentümer und Pferdehalter kommen schätzungsweise Kosten in Höhe von 155.000 Euro allein für den Straßenbau zu, einige von ihnen müssen zusätzlich den Kanal bezahlen. „Die Gewerblichen müssen an den Kanal ran“, erklärte Eberhard. Einstimmig abgelehnt hat der Bauausschuss das Ansinnen einer Baptistengemeinde, eine Halle im Gewerbegebiet zum Beten zu nutzen. Die Baptisten wollten eine Nutzungsänderung erreichen. Das Ansinnen der christlichen Gemeinde war, eine seit Jahren leerstehende Halle in der Straße „Am Gewerbering“ zu kaufen. Sonntags sollten zwei Gottesdienste gefeiert werden, abends wollte die Gemeinde verschiedene Angebot (Bibelstunde, Chorunterricht, Gebetsstunde) im Gebäude abhalten. Allerdings gibt das der Bebauungsplan des „Gewerbegebiets Südwest“ nicht her: „Anlagen für kirchliche Zwecke sind nicht zulässig“, heißt es dort. Nicht zulässig ist auch eine Nutzung als Vergnügungsstätte – vor einigen Jahren gab’s den Wunsch, dass das Gebäude als Spielhalle genutzt wird, auch dieses Ansinnen wurde damals abgelehnt. |snr

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