Speyer Mit dicken Ästen nach Osten orientiert

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Gut versteckt hat sich der rund 20 Meter hohe Ginkgobaum (Ginkgo biloba) im Garten hinter der Villa Rosenstein nahe Speyers südlicher Ausfahrt. Der ausladende Blätterriese mit teilweise dicken Ästen, die mehr als 50 Zentimeter Durchmesser haben, lässt sich jedoch hinter der Mauer des Grundstücks vom Rosensteiner Hang aus erspähen.

„Wir haben hier Westwind, und der Ginkgo tut es den anderen Bäumen im Garten gleich: Er richtet sich mit seinen dicken Ästen nach Osten aus“, erzählt Margot Muth über die Wachstumsbestrebungen des Kolosses in ihrem Garten. Geschützt ist der Baum nach Angaben der Stadt Speyer seit 1928, gepflanzt worden sei er 1880 zeitgleich mit dem Bau der Villa, berichtet Muth. Der robuste Baum, wie sie sagt, werfe von Zeit zu Zeit gerne einmal seine dicken Äste ab. „Aber nicht nur an einer Seite, sondern auch gleichzeitig auf der gegenüberliegenden“, hat die Haus- und Grundstücksherrin beobachtet. Damit halte er sein Gleichgewicht, vermutet sie. Ginkgobäume zählten zu den ältesten noch existenten Baumarten. „In Europa gab es den Baum bereits vor mehr als 100 Millionen Jahren“, weiß Volker Claus, der als Baumkontrolleur bei der Speyerer Stadtverwaltung angestellt ist. „In Japan hat er aber überlebt und ist von dort aus wieder nach Europa zurückgebracht worden“, so Muth über die Herkunft „ihres“, übrigens männlichen, Baumes. Ginkgos sind zweihäusig. Es gebe weibliche und männliche Bäume, wie Claus berichtet. Auch die Blattform ist bemerkenswert. „Eigentlich zählt der Ginkgo zu den Nadelbäumen“, berichtet Muth. Hält man die fächerförmigen hellgrünen Blätter gegen das Licht, lässt sich das auch leicht nachvollziehen. (monx)

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