Speyer „Mit Allerheiligenkirmes geht’s los“

Zur Fasnacht 2015 verwandelt sich Doris Bühring in „Pippi Langstrumpf“. Regelmäßig ist sie auf närrischen Sitzungen in Stadt und Umland zu sehen, zuletzt auf der SKG-Damensitzung an Weiberfasnacht. Ellen Korelus-Bruder hat mit der 53-Jährigen über karnevalistische Wurzeln, ihre persönliche Kampagnen-Eröffnung und musikalische Vorlieben gesprochen.
Helau oder Alaaf ist in Ordnung. Aber Düsseldorf liegt meiner Heimatstadt Soest näher als Köln. Also dann: Dreifach Helau. Sie gelten als begeisterte Fasnachterin. Stimmt das? Das ist wohl so. Karneval, Fasching oder Fasnacht: Das macht mir einfach Spaß. Da gehe ich immer wieder gerne hin. Auch in Speyer. Haben Sie in Ehemann Wolfgang einen echten Fasnachter an der Seite? Die Karnevalistin bin eher ich in der Familie. Er braucht etwas länger als ich, um sich richtig närrisch zu fühlen. Bei mir geht das ganz ohne Aufwärmtraining. Wann beginnt im Hause Bühring die fünfte Jahreszeit? Die beginnt bei uns früher als üblich und immer auf der Allerheiligenkirmes in Soest. Die größte Innenstadtkirmes Europas startet am Mittwoch nach Allerheiligen und dauert bis Sonntag. Das ist ein ganz fester Termin in unserem Kalender. Dafür konnten wir auch schon Speyerer Freunde begeistern. Der Westfale macht nicht viele Worte, heißt es. Gilt das auch für die Westfälin Doris Bühring? Das kann man eigentlich nicht sagen. Ich bin aber auch nur zur Hälfte Westfälin. Meine Mutter war in Schlesien zu Hause. Und Schlesier lachen und reden bekanntlich viel und gerne. Haben Sie Ihre närrischen Vorlieben nach Speyer mitgebracht? Das kann man wohl sagen. Meine karnevalistischen Wurzeln reichen zurück bis in die frühe Kindheit. Weiberfastnacht habe ich schon als Jugendliche im Betrieb gefeiert. Danach ging es nahtlos weiter ins Zelt und von da aus direkt ins Wochenende bis zum Rosenmontagszug in einem der umliegenden Orte. Zwischen Karneval und Fasnacht in Speyer liegen Welten. In welcher befinden Sie sich? Weder Soest noch Speyer sind närrische Hochburgen. Früher bin ich oft zum Feiern nach Köln oder Düsseldorf gefahren. In Speyer geht das aber genauso gut. Nach Mainz muss ich unbedingt noch einmal. Fasnachtsmusikalisch sind Sie voll auf der Höhe. Wie ist’s beim Dialekt? Um sich mit Speyer zu identifizieren, muss man den nicht können. Ich verstehe alles, spreche aber nicht pfälzisch. Das kann nur unser Jüngster. Der legt den Dialekt aber an der Haustür ab. Was ist Ihr Lieblingslied an Tagen wie diesen? Ich bin recht textfest bei jedem Karnevals-Klassiker, da gibt es keine besonderen Vorlieben. Mit Liedern wie „Cowboy und Indianer“ stimmen wir uns traditionell bei der Allerheiligenkirmes auf die drei tollen Tage und alles drumherum ein. Rosenmontagsumzüge sind Höhepunkte. Wo feiern Sie heute? Ich habe zwar frei, aber Karneval lasse ich heute aus. Rosenmontag ist Ausruhtag. Morgen sehen wir uns zum krönenden Abschluss den Umzug in Mechtersheim an. Da ist die Stimmung toll. Am Aschermittwoch ist bekanntlich schon wieder alles vorbei. Freuen Sie sich auf den 11.11.2015? Auf diesen Tag freue ich mich immer ganz besonders. Das ist unser Hochzeitstag. Können die Speyerer Narren irgendwann vielleicht Doris Bühring in der Bütt oder das Prinzenpaar Doris und Wolfgang erleben? Neeeee, ganz bestimmt nicht. Wir feiern die Fasnacht lieber vor der Bühne. Und das mit dreifach Helau.