Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Medizin: Noch kein Praxissterben in Speyer und Umgebung

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„Demographische Veränderungen in der Ärzteschaft können die Versorgung in den kommenden Jahren erheblich belasten“, fürchtet Landtagsmitglied Michael Wagner (CDU, Speyer).

Wagner hat in einer Kleinen Anfrage im Landtag die Altersstruktur der niedergelassenen Mediziner in seinem Wahlkreis erfragt. Demnach sind im kleinsten verfügbaren statistischen Bezirk (Speyer, Rhein-Pfalz-Kreis, Frankenthal) 61 Prozent der Hausärzte 50 Jahre und älter. 30 Prozent sind 60 Jahre und älter, vier Prozent sogar über 70. Bei den Fachärzten sind 62 Prozent über 50 Jahre alt, 33 Prozent über 60, und fünf Prozent haben die 70 überschritten.

Der Landtag greift in seiner Antwort auf Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz zurück, die landesweit von einer „deutlichen Alterung der Ärzteschaft“ in den vergangenen 20 Jahren spricht. Auswirkungen davon werden in der Zukunft zu spüren sein. Schon heute gibt es in der Region Speyer laut KV einen „altersbedingten Nachbesetzungsbedarf“ allein bei den Hausärzten von 20 Prozent. Das betreffe 13 der 66,75 Hausärzte in diesem Bereich. In anderen vorderpfälzischen Bereichen ist die Quote noch höher: Für Ludwigshafen wird sie mit 40 Prozent angegeben, für Frankenthal mit 36 Prozent, für Neustadt sogar mit 56 Prozent.

In Speyer, Schifferstadt und der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen waren zum Stichtag Mitte 2025 – auf Vollzeitstellen umgerechnet – insgesamt 194 Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten niedergelassen. Zu einer Welle an Praxisschließungen ist es in Speyer, Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis noch nicht gekommen: Für die vergangenen fünf Jahre bilanziert die KV fünf Eröffnungen und sieben Schließungen von Hausarztpraxen. Die Anzahl der Facharztpraxen hat demnach zugenommen (49 Eröffnungen/20 Schließungen).

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