Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Mechtersheim: Frauenchor „Chorofeen“ feiert Jubiläum mit eindrucksvollem Konzert

Auf der Bühne in der Mechtersheimer Schulturnhalle: die Sängerinnen der „Chorofeen“ mit Leiter Rainer Diehl.
Auf der Bühne in der Mechtersheimer Schulturnhalle: die Sängerinnen der »Chorofeen« mit Leiter Rainer Diehl. Foto: Lenz

Die „Chorofeen“ des MGV Frohsinn Mechtersheim sind wahrlich Koryphäen auf ihrem Gebiet. Das haben sie am Freitagabend unter der Leitung von Rainer Diehl eindrucksvoll bewiesen. Zum 20. Geburtstag des Frauenchors waren zahlreiche Gäste in die Schulturnhalle gekommen, darunter befreundete Chöre und der ehemalige Chorleiter Matthias Vögeli.

Die Bühne der Schulturnhalle erstrahlte in sonnengelb, als rund 20 Sängerinnen den Abend mit Enyas „Only Time“ eröffneten. Frohsinn-Vorsitzender Günter Müller erinnerte an den März 1999, als der MGV deutlich weiblicher wurde. Jedem noch aktiven Gründungsmitglied überreichte er passend zur Chorbluse eine gelbe Rose.

Das Zusammenspiel der Männerchöre des MGV Frohsinn Mechtersheim und des Gesangvereins Westheim funktionierte bei „Glory of Love“ von Peter Cetera hervorragend. Mit Howard Carpendales „Hello Again“ begrüßten die Männer die Geburtstagsgesellschaft zum zweiten Mal. Ihrer Version von Smokies „Living Next Door to Alice“ setzten die Sängerinnen vor der Bühne ein „Who the fuck is Alice“ hinzu. Herbert Grönemeyers „Männer“ wurde mit dem MGV-Männerchor „2-im-Takt“ an diesem Abend zur Liebeserklärung an die Chorofeen. Gänsehaut erzeugten sie gemeinsam mit den Vereinsfrauen mit „Freiheit“, der Rockballade, die Marius Müller-Westernhagen gut zehn Jahre vor der Frohsinn-Frauenchor-Gründung geschrieben hat.

Gewaltiges Ständchen, tolle Choreografie

Ein personell und gesanglich gewaltiges Ständchen brachte der Frauenchor der TG Waldsee den Mechtersheimer Freundinnen. Unter der Leitung von Stefan Spindler jubelten 31 Sängerinnen wie weiland Vicky Leandros: „Ich liebe das Leben“. Ganz in weiß erschienen die Frauen der Liedertafel Dudenhofen auf der Bühne. Mit „Can't Help Falling in Love“ hat Elvis Presley schon drei Jahrzehnte vor der Gründung des Frauenchors „Chorofeen“ jedes Konzert beendet. Der Dudenhofener Frauenchor sang das Lied zuerst. Dass Frauen einen Saal rocken können, bewiesen sie mit Monty Pythons „Always Look on the Bright Side of Life“.

Eine tolle Choreografie zum grandiosen Gesang lieferte der gemischte Chor des Gesangvereins Freisbach. „Es geht mir gut“, schilderten die Sänger nach Vorlage des Westernhagen-Hits das eigene Befinden. In ihren sensiblen Chorsatz von „Träume sind stärker“ der Zillertaler Schürzenjäger fielen die Chöre vor der Bühne ein. Unter der Leitung von Joachim Kuhn präsentierte der Frauenchor der Lyra Lustadt eine bewegende Version der Bob-Dylan-Hymne „Blowing in the wind“. Die Chorsolistin traf die Zuhörer mit ihrer Stimme mitten in die Herzen. Bis zum Abschlusslied „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ wurden die Lustadter Sängerinnen frenetisch gefeiert.

Größte Überraschung zum Schluss

Die größte Überraschung kam zum Schluss. Der Heidelberger Schwulen-Chor „Rosa Kehlchen“ verzauberte das Publikum mit einer berührenden Version des Joy-Flemming-Hits „Ein Lied kann eine Brücke sein“, mit großartiger Choreografie und einer kongenialen musikalischen Abrechnung mit gängigen Vorurteilen gegen Homosexuelle. Erst nach zwei Zugaben entließen die Mechtersheimer die Super-Männer von der anderen Rheinseite.

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