Speyer Martinszug fällt Corona-Pandemie zum Opfer

Stets mit echtem Pferd: Martinszug in Speyer.
Stets mit echtem Pferd: Martinszug in Speyer.

Jetzt also auch der Martinszug: Die Großveranstaltung am 11. November ist abgesagt worden, teilte der ausrichtende Verein der Freunde des Martinszuges am Donnerstag mit.

„Wir bedauern, dass erstmals seit 1949 kein zentraler Martinszug stattfindet, sehen jedoch aufgrund der derzeitigen Pandemie keine andere Möglichkeit“, so der Vorsitzende Günther Fleischmann. Der Vorstand habe einstimmig votiert, nachdem er zuvor vergeblich auf Lockerungen der Landesauflagen gewartet habe. „Aktuell sind 350 Teilnehmer die Obergrenze im öffentlichen Raum, das kann man für den Martinszug vergessen“, sagt Fleischmann. Der Verein sei klein, er könne weder 30 Sicherheitsleute stellen, noch Interessenten abweisen, die sich auf dem Fischmarkt dem Zug zur Klipfelsau anschließen möchten. Stadt, Polizei, Feuerwehr und THW seien über die Absage informiert.

In Spitzenjahren seien 3500 junge Leute und Erwachsene gekommen; mindestens 2000 seien es immer gewesen. Der Zug klingt traditionell mit dem Martinsspiel und -feuer auf der Klipfelsau aus. 2021 solle er wieder stattfinden; für 2020 solle als Trostpflaster am 11. November ein historischer Martinsspiel-Film im Internet gestreamt werden. Ein finanzielles Problem für den Verein ist die Absage laut Fleischmann nicht: Er lege in „normalen“ Jahren eher drauf.

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