Motorsport Manfred Nord aus Speyer kehrt mit 77 Jahren zurück
So begründet der Speyerer Unternehmer und mehrmalige Europameister einer außergewöhnlichen Variante des Autorennsports seinen Wiedereinstieg in die Wettbewerbe der Formal Vau. Der Besitzer und Leiter einer Firma für Gebäudereinigungen legte im Elsass eine nach Ansicht von Experten „saubere Sache hin“.
Sieg zweitrangig
Immerhin schon 77 Jahre alt, brachte er seinen drei Meter langen Vau Beach (1200 Kubikzentimeter, 66 PS) sicher über die vier Kilometer lange und zwischen zehn und zwölf Meter breite Asphaltstrecke des 1996 angelegten sowie vor einigen Jahren erneuerten „Anneau du Rhin“ (Rhein-Ring) nahe Blitzheim zwischen Colmar und Straßburg.
Dem Speyerer ging es nicht um den Sieg. Er wollte „bloß sehen, was ich noch drauf habe“. Eine Woche vor dem Wettbewerb im Elsass nahm Manfred Nord in seinem anderen Spezialauto am traditionellen Berglauf in Hohenneuffen bei Schwäbisch Hall teil. In der Konkurrenz unter anderem zu Prinz Luitpold von Bayern und dem früheren Rallye-Spezialisten Christian Geistdörfer steuerte er seinen anderen Superwagen, einen 550 PS starken früheren Formel-1-Flitzer. Bei beiden Rennen geht es laut Automobilrennsport-Magazin nicht darum, wer als Sieger durchs Ziel fährt, sondern wer seine Runden mit Gleichmaß dreht.