Speyer Ludwigshafen: Toter BASF-Mitarbeiter: Netzwerk ausgefallen

Beamte der Kriminalpolizei Ludwigshafen und der Gewerbeaufsicht sowie Sachverständige des TÜV Rheinland haben am Mittwoch auf dem Werksgelände der BASF die Örtlichkeit untersucht, an der ein Mitarbeiter bei einem Betriebsunfall am 15. Oktober ums Leben kam (wir berichteten). Sie gelangten zu dem vorläufigen Schluss, dass eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ zum Tod des 58-Jährigen führte. Der Verunglückte hatte nach Angaben der BASF Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Dafür wechselte er den Filter an einer Sprühtrocknungsanlage aus. Zur gleichen Zeit gab es nach Erkenntnissen der Polizei einen Netzwerkausfall, der das für die Stickstoffzufuhr verantwortliche Steuerungssystem beeinträchtigte. Das hatte zur Folge, dass der Stickstoff unkontrolliert austreten konnte. So kam es zu einer Vergiftung, die bei dem 58-Jährigen zum Tode führte. Staatsanwaltschaft Frankenthal und Kriminalpolizei Ludwigshafen ermitteln nun, inwieweit bei dem Unfall ein Fremdverschulden in Betracht kommt. (yns)