Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Leichtathletik: Joggen im Selbstversuch

Trimmt sich: RHEINPFALZ-Mitarbeiter Timo Konrad nahe Dudenhofen.
Trimmt sich: RHEINPFALZ-Mitarbeiter Timo Konrad nahe Dudenhofen.

In einer neuen Serie stellen wir Joggingstrecken in und um Speyer vor. Wir beginnen mit einem Selbstversuch auf der Dudenhöfer Trimm-Dich-Strecke. Lesen Sie, welche Tiere wir in die Flucht schlagen.

Unerwartet viel Freizeit, schönes Wetter und definitiv zu viel überschüssige Energie – diese Kombination brachte mich wohl auf die Idee, mal wieder die Laufschuhe zu suchen und sie auch an der frischen Luft zu benutzen. Kurz gesagt, ich war wieder einmal joggen, seit Ewigkeiten. Mindestens ein halbes Jahr versauerten die Laufschuhe im Schrank und haben nicht viel von der Welt gesehen. Das würde sich an diesem Freitag ändern, zumindest für eine Stunde.

Aber welche Strecke sollte es sein? Naheliegend ist der Heiligensteiner Damm. Dort ist’s schön. Doch ich wollte nach dem Lauf noch ein paar Übungen machen. Da bot sich die Trimm-Dich-Strecke in Dudenhofen doch geradezu an. Da stehen ja die passenden Geräte, also auf in den Nachbarort. Den Plan, sich laufend dorthin zu bewegen, verwarf ich schnell wieder. Die Kondition soll ja nicht strapaziert werden.

Angekommen, folgt die Ernüchterung. Der Trimm-Dich-Platz hinterm Dudenhöfer Kunstrasen war gesperrt. Rotes Absperrband verhindert den Zutritt. Ein Zettel liefert die Erklärung, Covid-19 ist schuld. Hätte ich mir vorher denken können, ist auch verständlich. Dann halt ohne Aufwärmen, das geht auch unterwegs, also eben direkt auf die Strecke. 3000 Meter soll sie lang sein, klingt machbar. Die Route ist mehr oder weniger viereckig. Auf der einen Seite geht es hoch,

Vorsicht, Pferd!

Dann verläuft ein Stück quer, und in die entgegengesetzte Richtung laufe ich zurück. Nach wenigen Minuten warnt ein Schild vor Reitern, die den Weg kreuzen könnten. Der Blick nach links und rechts, ob sich ein selbiger nähert, liefert mir eine willkommene, kurze Verschnaufpause, Nachdem ich sicher war, dass sich die Strecke gefahrlos überqueren lässt, geht’s weiter.

Reiter sind zwar nicht unterwegs. Das schöne Wetter lockt aber trotzdem einige Radfahrer und Walker hervor. Mit genug Sicherheitsabstand funktioniert das auch. Auf halber Strecke mache ich kurz Pause, versuche mich mal wieder im Dehnen. Klappt auch nur bedingt, der Boden jedenfalls ist von meinen Händen noch ein ganzes Stück entfernt. Konditionell ist alles halbwegs in Ordnung.

Achtung, Wurzel!

Aber eine besonders lange Strecke ist’s ja auch nicht, denke ich und beschließe, den Rückweg etwas schneller zu laufen. Das geht beinahe schief. Ich bemerke die Wurzel am Boden aber gerade noch rechtzeitig und springe drüber. Schritt für Schritt geht es weiter. Das obligatorische Ziehen in der Seite bleibt aus. Übermütig lege ich die letzten Meter im Sprint zurück.

Das schreckt einige Tauben so sehr auf, dass sie sich aus dem Staub machen. Zurück beim Trimm-Dich-Platz wage ich mich auf eine zweite kleine Runde, dann ist aber auch mal wieder gut für ein halbes Jahr.

Die Serie

Joggen ist immer gesund, bringt einen auf andere Gedanken, lässt Pfunde purzeln, verleiht ein gutes Gefühl, ob vor, während oder nach Corona. In der Serie stellen wir Strecken in und um Speyer vor. Und was ist Ihr Favorit? Schreiben Sie mir bitte unter martin.erbacher@rheinpfalz.de
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