Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Krönender Saisonabschluss für Team Cuntz Motorsport in Oschersleben

Versöhnlicher Saisonabschluss: Marco Grimm im Cuntz-BMW 318.
Versöhnlicher Saisonabschluss: Marco Grimm im Cuntz-BMW 318.

Das Team Cuntz Motorsport feierte in der Magdeburger Börde. Gleich mehrere Fahrer überzeugten beim Saisonfinale in Oschersleben. Offen ist, mit welchen Fahrern die BMW nächstes Jahr besetzt werden.

Aller guten Dinge sind drei. Und das zur Freude des Team Cuntz Motorsport: Beim Finale des BMW 318ti-Cup und der BMW Challenge feierte das Team aus Speyer und Neustadt in Oschersleben einen krönenden Saisonabschluss. Loris Scheider, der Jüngste im Team, sicherte sich in der BMW Challenge nach Platz zwei im ersten Rennen den Sieg im zweiten Lauf. Es war zugleich der erste Saisonerfolg für das Team.

Dazu belegte der 18 Jahre alte Sohn des zweifachen Ex-DTM-Champion Timo Scheider (München) in der Juniorwertung den dritten Platz. Dabei war Scheider Junior der Vielstarter auf dem Rundkurs in der Magdeburger Börde. Auch im BMW 318ti-Cup ging er an den Start und teilte sich erneut das Cockpit mit seinem Vater Timo. Nach dem vierten Platz im Qualifying gab es dort auch Hoffnung auf die nächste Podestplatzierung. Im ersten Rennen lief fast alles nach Plan. Timo Scheider übergab beim Boxenstopp auf Position fünf das Cockpit an seinen Filius, der sich in der Spitzengruppe festsetzen konnte, ehe ihm ein Konkurrent in die Hinterachse fuhr. Der Cuntz-BMW fiel noch auf Platz 18 zurück.

Kleines Team am Start

Aber Scheider wollte mehr. Und dieses Ziel erreichte er im letzten Lauf der Saison. Auf Rang fünf beendete er seine Premierensaison im Team Cuntz Motorsport. „Das war ein Abschluss, den wir so nicht erwartet haben“, sagte Teamchef Niklas Petri und hob den starken Zusammenhalt des Teams hervor.

Dabei war das Team diesmal mit einem kleinen Aufgebot nach Sachsen-Anhalt gereist. Andreas Müss (Bad Dürkheim) konnte aufgrund einer Grippe nicht an den Start gehen. Firmenchef Christian Schick (Speyer) hatte aufgrund vieler beruflicher Verpflichtungen auf einen weiteren Start in der Serie verzichtet. Trotzdem freute er sich ebenso wie seine Crew über den erfolgreichen Saisonabschluss. Denn das Team hat einen starken Eindruck im Motorsport hinterlassen. „Auch wenn es nicht für das Podium gereicht hat, sind wir mehr als zufrieden. Es war keine einfache Saison und die Techniker hatten auch diesmal bis weit nach Mitternacht zu tun“, meinte Petri.

Pechsträhne beendet

Dabei hatten sie auch das Ziel vor Augen, dass Marco Grimm, der 26 Jahre alte Schifferstadter, der nach einem guten Saisonstart im Lauf der Saison vom Pech verfolgt wurde, sich in den Top Ten im Gesamtklassement festsetzt. Keine leichte Aufgabe bei dem Massenfeld von über 60 Fahrzeugen im BMW 318ti-Cup. Grimm ließ diesmal keine Chance aus, zeigte sich deutlich verbessert und landete im letzten Lauf der Saison auf Rang zehn. Im ersten Lauf kam er nicht über Platz 21 hinaus. Damit sicherte er sich mit 667 Zählern auch den zehnten Platz in der Gesamtwertung. Es war für ihn zugleich seine erfolgreichste Saison im Motorsport. Dementsprechend groß war auch die Freude im gesamten Team, das von März bis Oktober auf den wichtigsten Rennstrecken in Deutschland unterwegs war.

Wie es weitergehen wird, steht in den Sternen. „Wir werden 2025 wieder als Team Cuntz Motorsport dabei sein, aber bezüglich der Besetzung der Fahrzeuge gehen wir in den kommenden Wochen in die Gespräche“, erklärte Niklas Petri. Sicher scheint aber, dass die beiden Routiniers Andreas Müss und Christian Schick wieder zum Team gehören werden. Das größte Fragezeichen dürfte wohl hinter Loris Scheider stehen. Das Nachwuchstalent dürfte nach dem starken Wochenende auch für andere Serien interessant sein, um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und um in den kommenden Jahren in die DTM zu wechseln.

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