Speyer Kliniken spüren vierte Welle und loben die Politik

Modell: Coronavirus.
Modell: Coronavirus.

Speyers Krankenhäuser begrüßen die Entscheidung der Landesregierung, Hospitalisierungsrate und Intensivbettenbelegung neben der Inzidenz zur Basis ihrer Corona-Schutzpolitik zu machen.

„Durchaus sinnvoll“, so das Urteil von Wolfgang Schell, Vorstand am St.-Vincentius-Krankenhaus. Die entsprechenden Werte würden jetzt schon täglich weitergemeldet. „Unglaublich wichtig“ bleibt aus seiner Sicht aber auch die Inzidenz, so Schell: „Sie ist der erste Faktor, der uns viel früher die allgemeine Lage widerspiegelt, da die Patienten oftmals erst ein bis zwei Wochen nach Erkrankung zu uns ins Krankenhaus kommen.“

Beatmung erforderlich

Am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus meldet Barbara Fresenius, Leiterin der Unternehmenskommunikation, auf Anfrage: „Wir erachten die zusätzlichen Leitindikatoren zur Beurteilung des Pandemiegeschehens grundsätzlich für sinnvoll.“ Es werde aber noch auf den endgültigen Verordnungstext gewartet. Die Klinik betreue derzeit zehn Covid-Patienten, davon vier intensiv, die beatmet würden, und sechs auf der Normalstation.

Im „Vincenz“ sind es laut Schell ein Patient auf der Isolierstation und zwei unter Beatmung auf der Intensivstation. Diese seien 42 und 57 Jahre alt. Die steigenden Inzidenzen seien spürbar, es könne aber im Regelbetrieb gearbeitet werden. Das „Vincenz“ habe derzeit keine infizierten Mitarbeiter, bei den Diakonissen ist laut Fresenius eine Person erkrankt.

Inzidenz sinkt

Unter allen Speyerer Bürgern gab es laut Land am Mittwoch fünf neue Corona-Infektionen – die Fälle 3117 bis 3121 seit Beginn der Pandemie im März 2020. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 156,2 auf 128,6.

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