Speyer Kirchs Kracher

Placeholder-Image

Ludwigshafen. Zum Rückrundenauftakt hat der personell arg gebeutelte Verbandsliga-Neuling FC Speyer 09 gestern beim abstiegsbedrohten Ludwigshafener SC mit 2:1 (1:0) gewonnen.

„Auf dem ramponierten, holprigen und glitschigen Rasen gab es keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Zweikampfstärke, hohe Laufbereitschaft und Kampfgeist waren heute gefordert“, erklärte FC-Trainer Ralf Gimmy. Das Team habe absoluten Siegeswillen gezeigt und alles umgesetzt, „was wir uns vorgenommen hatten“. Eine erste Möglichkeit zur Führung des FC bot sich Ex-LSC-Akteur Rosario Vinciguerra. Sein Kopfball landete aber knapp über der Querlatte. Erstmals nach seinem Wechsel kehrte er an seine frühere Wirkungsstätte zurück. „Ich habe mich riesig gefreut. Alte Erinnerungen wurden wach, trotzdem hatte ich ein gutes Gefühl, wollte unbedingt den Dreier mitnehmen“ sagte der 19-Jährige. Eine Riesenmöglichkeit des LSC machte Speyers Torhüter Sascha Rausch mit einem tollen Reflex zunichte. Das Geschehen spielte sich vor der Pause meist im Mittelfeld ab, Strafraumszenen waren rar. Bis zur 29. Minute: Einen LSC-Freistoß wehrte Speyer ab, der Ball kam zu Marvin Sprengling , der die Abwehr der Gastgeber überlief und das 0:1 erzielte. Das 0:2 verhinderte Ludwigshafens Keeper, als er einen 25-Meter-Schuss Sprenglings mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (35.). Mit Beginn des zweiten Abschnitts drängten die Einheimischen auf den Ausgleich, meistens über die rechte Abwehrseite des FC. Folgerichtig traf nach einer Linksflanke auf den langen Pfosten Julien Jubin zum 1:1 (56.). Gimmy reagierte und brachte Wladislaw Kirch für Fetullah Bahar. Speyers Angreifer taten sich gegen die körperlich überlegenen und kompromisslos verteidigenden Gastgeber schwer. Insbesondere „Prellbock“ Milot Berisha bekam mehrfach die Robustheit der LSC-Abwehr schmerzhaft zu spüren. Der eingewechselte Kirch brachte seine Elf schließlich mit einem Kracher aus 25 Metern wiederum in Führung (68.). Obwohl Jolic nach grobem Foulspiel an Vinciguerra Gelb-Rot sah, gaben die Gastgeber nicht auf. Bei Kontern und Überzahlsituationen hätten Sprengling, Berisha und Tim Lechnauer die Speyerer Führung ausbauen können. Sie scheiterten entweder am guten LSC-Keeper oder zögerten zu lange mit dem Abschluss. Speyer Co-Trainer Andreas Backmann fieberte an der Außenlinie mit: „Am Ende mussten wir noch zittern, weil wir den Sack nicht frühzeitig zugemacht haben“. FC Speyer: Rausch - De Vico, Izgec, Bundus, Bahar (57. Kirch) - Gass, Catovic - Vinciguerra (86. Lechnauer), Sprengling, Häußler (75. König) - Berisha. |dsch

x