Speyer
Kein Wetterchaos: Nervös, aber pünktlich bei ersten Abiprüfungen
Blitzeis, Schneechaos, Unwetterwarnung – die bundesweiten Meldungen klangen beunruhigend, und manche Bundesländer sagten den Schulunterricht am Montag gleich ganz ab. In Rheinland-Pfalz mit dem verkürzten 13. Schuljahr wird hingegen schon Abitur geschrieben. Ausgerechnet am Montag begannen an vielen Schulen die schriftlichen Prüfungen, sodass das Bangen um die rechtzeitige Anreise für zusätzliches Bauchgrimmen sorgen konnte.
Zum Glück kam es in der Pfalz nicht so schlimm wie befürchtet. „Heute sind trotz des Winterwetters erfreulicherweise alle da“, meldete Gregor Antoine, Oberstufenleiter des Hans-Purrmann-Gymnasiums mit 75 Prüflingen. Dabei sind in der Regel nicht alle Schülerinnen und Schüler am selben Tag gefragt: Die einzelnen Klausuren werden fachbezogen terminiert, und jeder Prüfling kommt in seinen drei Leistungsfächern an die Reihe. In Fächern mit zentralen Aufgaben sind die Termine in Rheinland-Pfalz einheitlich.
Frühzeitige Anreise
„Hat problemlos geklappt, die Schüler waren auf eine frühzeitige und vorsichtige Anreise hingewiesen worden“, so die Erfahrungen des ersten Tages von Bettina Palenczat, Oberstufenleiterin am Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium, wo 77 junge Leute die Allgemeine Hochschulreife anstreben. Beide Schulen des Doppelgymnasiums haben in diesem Jahr für ihre Verhältnisse kleine Jahrgänge. Keinen Wetterfrust gab es auch gegenüber am Nikolaus-von-Weis-Gymnasium: „Die Schülerinnen und Schüler wurden darauf hingewiesen, dass sie rechtzeitig losfahren sollten, am besten sich fahren lassen, und das Sekretariat sofort informieren sollen, falls auf dem Weg besondere Umstände auftreten“, erklärt Oberstufenleiterin Dana Groß.
Am „Niki“ gibt es in diesem Jahr 61 Abiturienten, am Gymnasium am Kaiserdom sind es 72. Auch hier lief der erste Tag gut: „Trotz Glatteis-Warnungen waren alle Schüler anwesend und sind überpünktlich zur Prüfung erschienen“, vermeldet Oberstufenleiter Thomas Kuhn. „Etwas nervös“ seien sie gewesen, fügt er hinzu. Abiturprüfungen laufen derzeit außerdem am Edith-Stein-Gymnasium und an der Integrierten Gesamtschule, sodass insgesamt gut 400 junge Leute bis Ende Januar Klausuren schreiben oder dafür büffeln.
Sport-Praxis im Februar
Den Auftakt am Montag machten überwiegend Bildende Kunst und die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. Der Prüfungszeitraum erstreckt sich bis zum 30. Januar. Am „Schwerd“ steht dann etwa noch die Prüfung in Informatik auf dem Programm. Hier gibt es auch die Besonderheit eines Sport-Leistungskurses, der noch zu einer praktischen Prüfung im Februar antreten muss.
Die ergänzenden mündlichen Prüfungen für alle Schüler finden Mitte März statt, in den Tagen darauf dann jeweils auch die Zeugnisvergaben und Abiturfeiern. Bis dahin stehen noch etliche Klausuren an, für die die Verantwortlichen auf gutes Wetter und wenig andere Probleme hoffen. In den meist mit etwas Abstand vom restlichen Schulgeschehen liegenden, möglichst ruhigen Prüfungsräumen wird dafür auch mit strengen Vorgaben gesorgt. Thomas Kuhn vom „GaK“: „Die Regeln entsprechen den Vorgaben gemäß Abiturprüfungsordnung, wobei wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermeidung des verbotenen Einsatzes von Künstlicher Intelligenz legen.“