Speyer Kein leichtes Hundeleben

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Monika Wolff ist mit ihrem Mischling regelmäßig rund um den Park unterwegs. Sie sieht die vollen Tütchen oft in den Büschen liegen. „Ich finde es eine Sauerei, dass die Leute ihre Tüten einfach irgendwo hinwerfen“, macht sie ihrem Ärger im Gespräch mit der RHEINPFALZ Luft. Noch mehr regt es sie auf, dass der Spender für die Hundekottüten tagelang leer ist. „Schon seit drei Tagen“, sagt sie, vermisse sie die kleinen schwarzen Beutelchen in der Box. In weiser Voraussicht steckt sie vor dem Gassigehen eigene ein. Aber wohin dann mit dem Häufchen im Tütchen? Im Park besteht Hundeverbot. Geht Wolff dennoch dorthin, um das Beutelchen in einen der vielen Abfalleimer zu werfen, ermahnen sie Passanten. Zum einzigen Mülleimer am Rundweg muss sie um den halben Park laufen. Warum ist nur noch ein Abfalleimer übrig? Verringert die Stadt die Anzahl, um weniger leeren zu müssen und so Kosten zu sparen? Diesen Verdacht räumt Stadt-Sprecherin Barbara Fresenius aus. Mit Wegfall der Bushaltstelle an der Ecke Diakonissen-/Rulandstraße sei automatisch der Mülleimer verschwunden. Der zweite an der Ecke von Slevogt- und Ludwigstraße beim ehemaligen Marienheim sei nur umgestellt. Er befinde sich nun auf dem gut 200 Meter entfernten Spielplatz auf dem Normand-Gelände, erklärt sie. Statt die Anzahl der Abfallbehälter zu verringern, habe die Stadt 2014 sogar ein wenig aufgerüstet: Nach Auskunft der Sprecherin sind 14 neue Papierkörbe im öffentlichen Raum hinzugekommen. Derzeit existierten insgesamt 507 – davon 196 an Bushaltestellen und 219 an Parkanlagen. „Auf der Maximilianstraße werden sie täglich geleert, in Parkanlagen ein bis zwei Mal wöchentlich, an allen weiteren Standorten zwei bis drei Mal wöchentlich“, sagt sie. Was die Stadt das Leeren der Müllbehälter und ihre Wartung pro Jahr kostet, könne nicht ermittelt werden. Begründung: Das Leeren ist eine von vielen Aufgaben des Baubetriebshofs, ein Herausrechnen dieses Postens schwierig. Wo ein öffentlicher Mülleimer steht und welches Modell gewählt wird, entscheidet die Abteilung Stadtentwicklung, führt Fresenius weiter aus. Stadt wie Bürger ärgern sich auch über Tüten voll Hausmüll, die in öffentlichen Abfallbehältern entsorgt werden. Laut Fresenius sind Müllkorb-Modelle eingesetzt, die einen oben schmaler werdenden Einwurf haben. Aber das helfe nicht. „Die Hausmülltüte steht dann daneben oder obendrauf.“ Dass Bürger ihren Hausmüll gar wild entsorgen und gefüllte Hundekottüten in die Hecke werfen, sei ein „gesellschaftliches Problem“. (yvw)

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