Speyer
Künstlerhaus geplant: Freundeskreis soll die Basis schaffen
Ein heutiges Künstler-Wohnhaus in Speyer soll später zum Museum „La Casita“ werden. Die Eigentümer Cornelia Greverus und Friedrich Goyert möchten dafür in mehreren Schritten die Voraussetzung schaffen. So sei eine Greverus-Goyert-Stiftung geplant, die der Kulturstiftung Speyer angegliedert werden solle. „Ist schon testamentarisch festgelegt“, berichtet Greverus. Weil die Stiftung jedoch das heutige Wohnhaus nach dem Tod der Stifter nicht selbst betreiben könne, werde zudem die Gründung eines Freundeskreises vorbereitet.
Der Freundeskreis soll nach Vorstellung von Greverus mit einem kleinen Programm das künftige Stiftungshaus mit neuem Leben füllen. Dafür werden nun Mitstreiter gesucht. Ihr schweben „Minievents“ vor wie „Kultur im Wohnzimmer“, Ausstellungen, Symposien oder die Teilnahme am Tag der offenen Gartentür. Dazu passe der Name „La Casita“: „Es handelt es sich um ein kleines Haus.“ Schon fest eingeplant sei ein Harfenkonzert am Sonntag, 25. Januar, in Zusammenarbeit mit der Musikschule Speyer. Anmeldungen dafür und Kontakt für Interessenten am Freundeskreis: Telefon 06232 40132.
Viele Treuhandstiftungen
Die Kulturstiftung Speyer wurde 1993 als erste Bürgerstiftung in Rheinland-Pfalz errichtet. Zweck ist die Förderung von Bildender Kunst, Literatur, Musik und Theater in Speyer und dem Umland. Seit 2003 können unter ihrem Dach auch Treuhandstiftungen errichtet werden, wie es im Fall von Greverus und Goyert geplant ist. Davon gibt es inzwischen fast 30. Das gesamte Kapital nähert sich der Drei-Millionen-Euro-Grenze.
„Mein Mann und ich sind beide kunstbegeistert. Wir besuchen sehr gerne Künstlerhäuser, Skulpturengärten und Museen in Deutschland, Europa und auch in Übersee“, erklärt Greverus ihre Initiative. Ihr Vater sei Bildhauer gewesen. Angeregt durch einen RHEINPFALZ-Artikel über Künstler-Nachlässe habe sich das Paar entschlossen, „unser Haus im Rahmen einer Stiftung als ein Künstlerhaus und Museum für die Allgemeinheit nach unserem Tod zur Verfügung zu stellen“. In dem Gebäude seien viele Keramik-Souvenirs von einer einjährigen Reise durch Kanada, Mexiko und die USA eingebaut.