Speyer Körper und Geist gefordert

WALDSEE. Ein nervenaufreibendes Finale hat die vorangegangenen Begegnungen bei den Herren 40 der Leistungsklassen fünf bis 14 bei der dritten Waldseer Open am Samstagabend gekrönt.
Nicht nur spielerischen Druck verspürte Gerd Krämer (SC TA Ludwigshafen) im Match gegen Jochen Hollstein (TC Germersheim). Die Partie endete nach zwei Sätzen zugunsten Hollsteins. Psychische Stärke brauchte Krämer gegen den Germersheimer, dessen außergewöhnliches Verhalten auf dem Platz unter Tennisspielern zwar bekannt, dennoch aber nicht leicht wegzustecken war. Luft machte sich Krämer in einer kurzen Trinkpause, in der er seinen Gegner auf dessen „unsportliches Verhalten“ für die Zuschauer gut vernehmbar hinwies. 6:4 und 6:3 lautete der Endstand für Hollstein nach zwei Duchgängen, die den Spielern in zwei Stunden – einschließlich einer kurzen Regenunterbrechung – doch so einiges abverlangten. Dass Krämer ins Finale einzog, galt als Überraschung. Denn eigentlich handelten die Fachleute den an Nummer zwei gesetzten Waldseer Rüdiger Berthold als Favoriten im Halbfinale. Der erwischte allerdings nicht seinen besten Tag und schied nach 4:6 sowie 2:6 gegen den Ludwigshafener aus. Ebenso erging es dem Waldseer Uli Rutzen gegen Hollstein, der ihn mit 6:3 und 6:2 aus dem Turnier fegte. Bei den Damen 40 der Leistungsklassen 15 bis 23 schaffte es die Waldseerin Rabea Dächert (TC Rot-Weiß Ludwigshafen) ins Finale, wo sie auf Ulla Jung (TC Wörth) traf. Lag Dächert im ersten Abschnitt noch 7:6 vorne, gab sie die beiden folgenden mit 5:7 und 5:10 ab. Bei den Herren 40 der Leistungsklassen 15 bis 23 gewann Andreas Otterbach (TV Hochstetten) mit 6:3 und 6:0 gegen Thomas Diehl (Grün-Weiß Bellheim) – ein deutliches Ergebnis nach den zuvor hart umkämpften Spielen Otterbachs im Viertel- und Halbfinale. Große Überraschungen seien grundsätzlich ausgeblieben beim Turnier, fasste Rutzen, der das Sportereignis gemeinsam mit Berthold organisierte, im Gespräch mit der RHEINPFALZ zusammen. Nichtsdestotrotz seien viele spannungsreiche Begegnungen dabei gewesen. Nicht klagten die Turnierleiter über den anhaltend guten Zuschauerzuspruch. (xsm)