Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Joggingtipp: Ab durch den Dudenhofener Wald

Markante Einstiegsstelle: der abgeknickte Baum an der Speyerer Nato-Straße.
Markante Einstiegsstelle: der abgeknickte Baum an der Speyerer Nato-Straße.

Die Strecke zwischen Speyer-West und dem Dorf ist sicherlich eine der schönsten

Startpunkte: Erste Kurve in der Speyerer Nato-Straße, Nordosten von Dudenhofen, Rastplatz rechts an der Iggelheimer Straße Richtung Speyer nach der sogenannten Vier-Wege-Kreuzung Speyer-Iggelheim-Dudenhofen-Schifferstadt.

Parkmöglichkeiten: In Speyer und am Rastplatz kaum ein Problem, aber nur am Beginn der Nato-Straße, nach Feierabend kann’s schon mal voller werden,

Die Strecke: Zirka 5,5 Kilometer; in Speyer den Weg in der Kurve der Nato-Straße rein. Der erste Teil ist zugleich der anspruchsvollste, wellig, zur Seite abfallend.

Nach Regen füllen sich schnell Pfützen in den Dellen des forstwirtschaftlich (viele frische, duftende Holzstämme) und militärisch genutzten Areals, die auch nach wochenlanger Trockenheit nicht versiegen (die Amseln freuen sich), immer wieder Schotter und kleine Tannenzapfen, auf Äste, Zweige auf dem Boden achten.

Immer weiter gradaus, bis links ein Haus und mit viel Phantasie vorne die Bebauung Dudenhofens auftaucht. Dann scharf rechts die Spitzkehre nehmen und zurück bis zum Rastplatz an der Iggelheimer.

Auf dem kombinierten Fußgänger-/Radweg heim in die Stadt. Das Schild, das auf Schäden hinweist, ist aufgrund der ganz wenigen Rillen und Anhebungen fast überflüssig, schüttelt höchstens den Radfahrer etwas durch.

Der Weg ist aber top gepflegt. Rechts und links blüht’s zwischen den Maulwurfhügeln blau, lila, weiß, gelb (auch gegenüber). Ein breiter Grünstreifen hält den Autoverkehr ab.

Weil es hier so schön ist: Seit Jahrzehnten die absolute Lieblingsstrecke des Autors, nicht zuletzt wegen der himmlischen Ruhe und der Abwechslung. Eigentlich zu schön zum Joggen, eignet sich wunderbar auch zum Spazierengehen.

So hören Sie die Vogelstimmen noch besser, können Spechte bei ihrer Lieblingstätigkeit die Bäume hochklettern sehen. Buche, Eiche, Lärche, Kiefer, Ginster, Brombeere und Wiese wechseln sich ab.

Schon nach wenigen Metern sind Sie praktisch alleine, sehen vor lauter Bäumen den Wald oder umgekehrt nicht mehr. Wie einsam es hier ist, zeigt alleine schon, dass Löwenzahn und Co mitten auf dem Weg gedeihen. Leichter Regen kommt durch die dichte Baumkrone kaum durch.

Nicht so gut: Der militärische Standortälteste behält sich sein Recht vor, das Gebiet in Übungszeiten zu sperren, kommt aber praktisch nicht vor.

Pausen: Namenstäfelchen auf Holzbänken verweisen auf den Spender. Am Rastplatz gibt’s auch Tische.

Wer auf die gleiche Idee kommt: Mal ein Spaziergänger, oft aber in weiter Ferne, mal ein Hund an der Leine.

Alternative Routen: X Wege führen kreuz und quer durch das Gehölz. Entdecken Sie einfach den Tann. Lassen Sie sich überraschen. Früher oder später kommen Sie immer an der Ganerb oder der Iggelheimer Straße raus. Unsere Empfehlung: An der etwas größeren Kreuzung auf der ersten Geraden der Strecke mit dem neuen Wegeplan „Dünenpfad Dudenhofen“ des Naturschutzbunds Deutschlands rechts ab.

Die vielen Hügel mit dem tiefen Sand pressen zwar die Luft aus der Lunge. Aber die Ganerb ist bald erreicht, dann dem asphaltierten Weg zweimal rechts nach Speyer folgen. Ohnehin fällt die Orientierung an alten Schildern wie Neumannheimer oder Schifferstadter Weg leicht.

Wer noch kann, der kann und zum Start sowie Ziel die Nato-Straße jeweils bis zum Ende und zurück laufen, so fast auf eine zweistellige Kilometeranzahl kommen.

Die Serie

Joggen ist immer gesund, bringt einen auf andere Gedanken, lässt Pfunde purzeln, verleiht ein gutes Gefühl, ob vor, während oder nach Corona. In der Serie stellen wir Strecken in und um Speyer vor. Und was ist Ihr Favorit? Schreiben Sie mir bitte unter martin.erbacher@rheinpfalz.de.
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