Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Interview: Volleyballer Karlheinz Russ

Designierter Abteilungsleiter: Karlheinz Russ.
Designierter Abteilungsleiter: Karlheinz Russ.

Karlheinz Russ (45) stellt sich bei der Volleyball-Abteilungsversammlung des TuS Heiligenstein zur Wahl als Nachfolger von Eric Palenczat. Martin Erbacher hat er seinen Tipp fürs Damen-Derby gegen Speyer verraten.

Sind die Erfolge von Eric Palenczat als Abteilungsleiter überhaupt zu toppen?
Wir haben Bettina und Eric Palenczat sowohl als Verein als auch als Abteilung Volleyball viel zu verdanken. Ohne das hohe Engagement und vor allem ihre Leidenschaft für das Volleyball wäre diese steile Entwicklung leistungs- und mitgliedermäßig überhaupt nicht möglich gewesen. Ich glaube es geht hier nicht wirklich um das Thema Toppen, sondern um das, was jetzt geschaffen wurde, zu festigen und stetig auszubauen im Sinne des Vereines, aber vor allem im Sinne der vielen Aktiven im Bereich Volleyball.

Halten die Oberligadamen die Klasse?
Das Ziel ist es auf jeden Fall, die Klasse zu halten. Jedoch ist uns allen klar, dass mit einer solch jungen Mannschaft, viele sind dieses Jahr auch schulisch sehr gefordert durch die jeweiligen Abschlüsse, die ihre Erfahrungen erst in solch hohen Ligen sammeln muss, es nicht einfach wird. Ich traue aber den Mädels und dem Trainerteam den Klassenerhalt auf jeden Fall zu. Wir alle werden unser Bestes in Sachen Unterstützung und Infrastruktur geben. Das Wichtigste für uns ist es aber, dass die Mädels Spaß haben, und entsprechend Erfahrung sammeln dürfen.

Wie gehen die Derbys gegen Speyer aus?
Natürlich wünsche ich mir, ganz klar für uns. Jedoch hat Speyer eine sehr erfahrene Truppe, die auch schon lange miteinander zusammenspielt. Wir werden sehen, ob wir die Konkurrenz entsprechend überraschen und ärgern können. Spannend wird es auf jeden Fall, und Derbys sind für die Region und den Volleyball in der Vorderpfalz wichtig. Ich wünsche mir hier, so Corona es zulässt, möglichst viele Zuschauer.

Was sind die Ziele in der neuen Saison?
Für mich steht die Stabilisierung unserer Mannschaften in den jeweiligen Ligen inklusive des Klassenerhalts oder auch Aufstiegs im Vordergrund. Denn im Bereich Damen haben wir immerhin vier Mannschaften am Start. Aber auch die Nachwuchsförderung, sowohl männlich als auch weiblich, ist mir ein Herzensanliegen. Hier werden wir in diesem Jahr noch einige Konzepte erstellen, um diese nachhaltig zu platzieren.

Wie sind Sie zum Volleyball gekommen?
Als Jugendlicher habe ich selbst gespielt, jedoch durch Studium und Beruf das Thema aus den Augen verloren. Erst als mein Sohn und kurz darauf meine Tochter den Sport für sich entdeckt haben, bin ich wieder ins Volleyball eingestiegen.

Spielen Sie noch selbst?
Leider nein, mein Beruf und die vielen Geschäftsreisen lassen ein regelmäßiges Spielen nicht zu. Um so mehr versuche ich, einige Freizeitturniere, so es passt, wahrzunehmen.

Warum kandidieren Sie für den Abteilungsvorsitz?
Naja, natürlich aus Verbundenheit zum Volleyballsport. Ich bin schon seit zwei Jahren für die Volleyballer im TuS als stellvertretender Vorstand unterwegs. Als es jetzt zum Wechsel kam, wollte ich die Abteilung unterstützen und bin eingesprungen. Natürlich würde ich es langfristig gerne sehen, wenn die zwei Positionen wieder getrennt werden, da so die Durchschlagskraft viel besser ist. Aber ich denke, da werden wir eine Lösung finden.

Wo liegt Ihr Schwerpunkt, in der Halle oder im Sand?
Da gibt es ganz klar keine Präferenz. Ich finde beides auf seine Art toll, und unterstütze explizit beides. Der TuS hat schon vor Jahren viel investiert in seine Beachanlage. Umso mehr freut es mich, dass das Angebot auch auf dem Beach super angenommen wird, und wir auch hier in Rheinland-Pfalz und bundesweit erfolgreich sind.

Haben Sie schon neue Ideen als Abteilungsleiter?
Ideen gibt es viele. Jedoch versuchen wir, ein starkes Team zu etablieren, und die Aufgaben auf viele Hände zu verteilen. Jedoch wird der Schwerpunkt auf Jugendentwicklung liegen, sowie möglichst viele Jugendliche für Volleyball zu begeistern.

Haben Sie schon etwas angeleiert?
Wir sind auf vielen Spielfeldern unterwegs. Aber ich denke, die wichtigsten Punkte sind die Neustrukturierung der Abteilung und die Voraussetzungen zu schaffen, dass wir die Oberligakriterien erfüllen.

Wie ist die Abteilung durch den Lockdown gekommen?
Eigentlich ganz gut, dadurch hatten wir jetzt die Zeit, uns entsprechend zu sortieren und unsere Hausaufgaben zu machen. Jetzt brennen wir aber auf den Neustart, und hoffen, dass es bald losgeht.

Wie stellt sich die Hallensituation ihrer Abteilung dar?
Zurzeit schwierig, durch das große Wachstum in der Volleyballabteilung und die vielen Kinder und Jugendlichen, aber auch unsere Erwachsenen, stehen zurzeit nicht wirklich genug Hallenzeiten zur Verfügung. Vor allem die Schließung der Dudenhöfner Halle für Sanierungsarbeiten verschärft die Situation. Wir sind hier mit der Gemeinde in einem guten Dialog und hoffen hier auf Unterstützung.

Zur Person

Der Speyerer Karlheinz Russ wohnt heute in Berghausen, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach dem Abitur studierte Russ Maschinenbau. Er arbeitet für den Tüv Hessen. Über Fußball und Tischtennis kam der Speyerer zum Volleyball. Seine Zeit als Kicker nennt Russ selbst wenig erfolgreich und zählt als weitere Hobbys Skifahren, Angeln und Reisen auf.

x