Speyer Institut St. Dominikus wächst
Zusätzlicher Platz für 29 Schwestern steht in dem fast fertiggestellten Anbau an das bisherige Wohnheim in der Vincentiusstraße zur Verfügung, wie Verwaltungsleiter Jürgen Juchem berichtet. Im Außenbereich wird noch gewerkelt, aber neue Bewohnerinnen sind schon im Gebäude. Sie sind altersbedingt aus dem Marienkrankenhaus in Ludwigshafen ins Mutterhaus zurückgekommen. Auch ein Konvikt in einer Mietwohnung in der Maximilianstraße, das drei für Dienste im Dom zuständige Schwestern beherbergt habe, sei aufgelöst worden.
„Die Planung ist, dass in den nächsten Jahren alle Schwestern ins Mutterhaus kommen“, sagt Juchem. Das habe mit der Altersstruktur zu tun: Der Nachwuchs für den Einsatz in den Gemeinden fehle. Heute gebe es noch größere Konvikte in Ludwigshafen-St. Anna, St. Ingbert, Landstuhl und Silz sowie Gemeindeschwestern. Teil des Speyerer Instituts ist eine Pflegeabteilung.
Noch Plätze frei
Im Neubau seien noch zehn Plätze frei, sagt Juchem. Das „hochherrschaftliche“ Mutterhaus aus dem 19. Jahrhundert sei aber mit aktuell 80 Ordensfrauen – wie seit Jahren – nicht vollbelegt, weil es umfassend saniert werde. Nach der Einweihung des neuen Wohnheims werde der sechste und letzte Bauabschnitt der Renovierung in Angriff genommen.
Der Neubau ist seit Ostern 2021 entstanden. Ein Zwischenbau verbindet ihn mit dem Mutterhaus; das sei im Detail mit der Denkmalbehörde abgestimmt worden, so der Verwaltungsleiter. Dieser Zwischenbau mit Aufzug wirke auch als optische Trennung, weil die Geschosshöhe im neuen Wohnheim nicht an die vier Meter hohen Decken im Altbau habe angepasst werden können.
Zuschuss fließt
Der erste Teil des Baus war sehr zügig über die Bühne gegangen: Es wurden als Grundlage vorgefertigte Containermodule gestellt, wie sie in der Nachbarschaft des Instituts vor einigen Jahren auch für den neuen Sitz des Caritasverbands verwendet worden waren. Auf dem Neubau, der laut Juchem KfW-55-Standard erfüllt und deshalb bezuschusst wurde, ist eine Solaranlage installiert. Der größte Kostenteil kommt aus Eigenmitteln des Ordens.