Speyer Innenstadt: Nur fünf „akute Leerstände“

Frühere Papeterie in der Gilgenstraße: Leerstand im Oktober vergangenen Jahres.
Frühere Papeterie in der Gilgenstraße: Leerstand im Oktober vergangenen Jahres.

Dass das Haushaltswarengeschäft Christmann in der Maximilianstraße seine Schließung wahrscheinlich im April angekündigt hat, hat Wellen geschlagen. Es gibt Stimmen, die sich um die Zukunft des Handels in der Innenstadt sorgen und mehr Unterstützung fordern. Die Stadtverwaltung will nun beruhigen.

Die Stadt und ihre Wirtschaftsförderung hätten eine „umfassende Strategie zur Attraktivierung und Weiterentwicklung der Innenstadt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Verwaltung vom Freitag. Darin wird betont, „dass die Domstadt mit ihrer lebendigen Innenstadt, die über 140 Einzelhandelsgeschäfte, viele davon inhabergeführt, sowie zahlreiche gastronomische Angebote umfasst, gut aufgestellt“ sei. Die Stadt spricht von einer „stabilen Ausgangslage“. Ihrem Leerstandskataster zufolge gebe es nur fünf „akut leerstehende Geschäfte“. Dies sei die Differenz aus zwölf aktuell ungenutzten Geschäften in der Innenstadt und sieben davon, die bereits umgebaut oder zur vereinbarten Vermietung vorbereitet würden.

Ein wesentlicher Grund für Leerstände sind nach Auffassung der Stadt zum Teil hohe Mietforderungen der Immobilieneigentümer. Diesen Umstand könne die Verwaltung nur begrenzt beeinflussen. Als Beispiele für ihre Aktivitäten führt die Verwaltung die Aufwertung öffentlicher Räume, Aktionen in der Innenstadt und Kooperationen an. Dazu gehöre die Premiere eines Treffens mit Maklern im Februar. Bei der Werbung werde mit der Leistungsgemeinschaft Das Herz Speyers und Galeria kooperiert. Dazu komme Tourismus- und Imageförderung. Die Veränderungen im Einzelhandel mit zunehmendem Einfluss des Onlinehandels beträfen nicht nur Speyer, ordnet Oberbürgermeisterin Seiler ein. Ihr Ansatz: „Eine lebendige Innenstadt ist eine Daueraufgabe, die alle Akteure angeht.“

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