Speyer „Inklusion ist das I-Tüpfelchen“

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„Eine Kita für alle – Vielfalt inklusive“ lautet das Motto des Modellprojekts von BASF, Caritasverband und Alice-Salomon-Hochschule zur Förderung frühkindlicher Bildung. Daran ist die integrative Kindertagesstätte „Pusteblume“ sowie weitere neun rheinland-pfälzische Kitas beteiligt. Gestern haben Verantwortliche und Einrichtungsleiterin Bettina Hampel in den „Pusteblume“-Räumen das Konzept in Theorie und Praxis vorgestellt.

„Inklusion umfasst mehr als Beeinträchtigung“, sagte Projektleiterin Corinna Schmude, Professorin für inklusive Pädagogik und zählte Geschlecht, Herkunft oder Religion hinzu. Zwei Jahre lang begleiteten und unterstützten die Träger die Projektteilnehmer auf ihrem individuellen Weg zur inklusiven Einrichtung. Damit beschrieb sie das Konzept, das die Entwicklung neuer Ansätze für Inklusion, gemeinsamer Spiel- und Bildungsangebote sowie Fortbildungen zu Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung beinhalte. „Gesellschaftliches Umdenken kann nur bei den Jüngsten entstehen“, war Vinzenz du Bellier, Direktor des Caritasverbands für die Diözese Speyer, überzeugt. „Das Projekt trifft das Herz von Caritas“, betonte er. Daniela Kalweit, BASF-Leiterin für externe Bildungsaktivitäten, hob den Anspruch des Projekts hervor, jedem Kind, ungeachtet seiner gesundheitlichen, sozialen, kulturellen oder ökonomischen Voraussetzungen, gleichberechtigte Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. Inklusion stelle große Herausforderungen an die Praxis, sagte sie. Für das „Pusteblume“-Team sei das selbstverständlich, wies Hampel auf das Einrichtungskonzept für 60 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren hin. „Seit 1998 tragen wir integrativ im Namen und wollen jetzt den nächsten Schritt gehen. Inklusion ist das I-Tüpfelchen.“ Claudia Völcker, Leiterin des städtischen Fachbereichs Jugend, Familie und Soziales betonte auf RHEINPFALZ-Nachfrage, dass die „Pusteblume“ für sie längst eine inklusive Einrichtung sei. Bisher sei dieser Titel im Kindertagesstättengesetz jedoch nicht vorgesehen, hoffte sie auf baldige Änderung. „Wir investieren nicht in Infrastruktur“, begrenzte Kalveit das Modellprojekt auf seine inhaltliche Ausrichtung. Für weitere Einrichtungen sei eine Kostenbeteiligung von 25 Prozent vorgesehen. „Diese maximal 6000 Euro wären auf jeden Fall gut angelegt“, sagte Michael Stöckel, bei der Stadt zuständig für Kindertagesstätten, der RHEINPFALZ. „In den kommenden 24 Monaten können wir erst einmal den Weg zur Inklusion kostenfrei mitgestalten“. (kya)

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