Spiel des Tages
Im Handballderby erwartet die TG Waldsee den TSV Speyer
Beide Formationen klagen über Ausfälle, wobei es die Gastgeber ungleich härter trifft. TG-Übungsleiter Benny Wingerter fehlen wegen Verletzung und Erkrankung unter anderem seine Torgaranten auf dem rechten Flügel, Elias Nowack und Moritz Bredehöft. Ihm stehen lediglich zwei Wechselspieler zur Verfügung.
Verlegung geplatzt
Bei Speyer passen Daniel Sauer, Clemens Heid und Jan Zentgraf. Florian Rech, Dennis Krieg und Spielertrainer Denis Markert sind angeschlagen. Arik Weber befindet sich nach Krankheit noch im Aufbau. „Wir wollten verlegen, haben uns aber nicht auf einen Ausweichtermin geeinigt“, sagte Wingerter.
Schade, denn der TG-Coach, der die Seinen aufgrund der personellen Situation noch mehr in der Außenseiterrolle sieht als sonst, feierte zuletzt zwei Siege: „Wir sind angekommen und haben zumindest im Angriff unser Leistungsniveau erreicht.“ In der Deckungsarbeit fehlt noch die Konstanz über 60 Minuten. Hier bestehe noch Luft nach oben.
Starker Rückraum
Die Domstädter schätzt er qualitativ im Rückraum noch stärker ein als im Vorjahr. Taktisch habe er diesmal keine großen Möglichkeiten, so dass alles über den Willen und die Einsatzbereitschaft gehen müsse. „Wir müssen von Anfang an alles geben und unser Herz auf dem Platz lassen“, fordert Wingerter absolute Kampfbereitschaft.
Sören Pohlmann, der Sportliche Leiter des TSV, weiß um den prima Start mit 8:0 Punkten: „Das war allerdings gegen Mannschaften, die aktuell eher untere Tabellenhälfte sind.“ Trotzdem, diesen Schwung will er mitnehmen in dem Wissen, dass es in Waldsee immer unangenehm zu spielen sei. Er sieht in der TG-Sieben eine junge, schnelle Mannschaft, die sehr gut eingespielt und aufgrund weniger Wechsel stabil aufgestellt sei.
Siegesfaktoren
„Wir wollen mit Spaß am Spiel und einer guten Abwehr gewinnen“, so Pohlmann, der auf den Einsatz aller Angeschlagenen hofft, um nicht wieder zu viel improvisieren zu müssen. Darunter leidet bisweilen die Feinabstimmung. Viel Tempo nach vorne, saubere Umsetzung der Taktik, mit Überzeugung und Übersicht agieren, so stellt er sich den Auftritt Speyers vor.
Insgesamt sieht Pohlmann den Handball in Speyer auf einem guten Weg: Kreativ, mutig, aber nicht übermütig die nächsten Jahre planen. Der sehr gut bestückten eigenen Jugend soll im Aktivenbereich eine interessante Perspektive geboten werden: „Darauf arbeiten wir hin, die Mannschaft weiter zu verjüngen und eigene Jugendspieler zu integrieren.“
Rheinpfalz-Tipp: 29:33
Speyer hat die besseren Einzelspieler und setzt sich auch wegen seinem Mehr an personellen Möglichkeiten durch.