Speyer
Hornbach: Vorschusslorbeeren für neuen Logistikstandort
Der Abschied des früheren Nutzers der drei Hektar in der Brunckstraße zog sich hin. Die Firma Elopak als Hersteller von Lebensmittelverpackungen reduzierte ihre Belegschaft in Speyer immer mehr, bevor sie sich ganz auf andere Standorte konzentrierte. Anfang dieses Jahres ging es dann ganz schnell. Immobilienentwickler Panattoni erwarb das Gelände, riss die alten Gebäude ab und begann mit dem Neubau, der nun fast fertig ist. Im August wurde Hornbach als Mieter vorgestellt. Der Baumarktkonzern hat seinen Hauptsitz im südpfälzischen Bornheim.
Auf RHEINPFALZ-Anfrage skizziert Hornbach nun seine Pläne für Speyer. „Zum Start werden bis zu 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort tätig sein. Die Anzahl soll im Zuge der weiteren Entwicklung steigen“, teilt Pressesprecher Florian Preuß mit. Die 19.881 Quadratmeter Nutzfläche sollten zum „Fulfillment“, der kompletten Abwicklung von E-Commerce-Aufträgen, genutzt werden. In erster Linie gehe es also darum, über den Onlineshop bestellte Waren auszuliefern. „Es sind durchaus weitere Funktionen denkbar, aktuell aber noch nicht spruchreif“, erläutert Preuß.
Fassade in Grüntönen
Die Fassade in Grüntönen ist schon lange erkennbar, zieht sich über jeweils zehn Meter hoch und mehr als 100 Meter die Brunckstraße entlang sowie in Richtung Boschstraße hinüber. Zuletzt liefen Restarbeiten. Panattoni sprach von 18 Rampen, zwei Lkw- und 47 Pkw-Stellplätzen sowie mehreren „Nachhaltigkeitsmaßnahmen“. Dazu gehörten der Erhalt von möglichst viel Flora, versickerungsfähige Bodenbeläge und die vollflächige Installation einer Photovoltaikanlage auf dem neuen Dach in Kooperation mit den Stadtwerken. Panattoni hatte die Vermietung vor der Fertigstellung als „tollen Erfolg“ bezeichnet, Hornbach von einem Standort gesprochen, der „optimal unser vorhandenes Logistik-Netzwerk ergänzt“.
Die Nähe zur Zentrale Bornheim sei dabei nicht der entscheidende Faktor, macht Sprecher Preuß deutlich. Das Unternehmen betreibe in Deutschland inzwischen eine Vielzahl von Logistik-Einheiten, die für die Endkundenbelieferung genutzt würden. Der Sprecher: „Der Artikel-Mix variiert von Standort zu Standort und kann sich im Laufe der Zeit auch ändern.“ Im Speyerer Fall lobt Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) „den sehr positiv verlaufenen Prozess der Grundstücksentwicklung“. Hornbach zeigt sich erfreut über die neuen Möglichkeiten. „Nur für eines ist in Speyer kein Platz: Lang- und Sperrgut“, erklärt Sprecher Preuß. Dafür entstehe gerade ein weiteres Logistikzentrum in Essingen, also in unmittelbarer Nähe zur Konzernzentrale.