Speyer Hoffmann mal sicher, mal unerwartet
«Speyer.» Die Damen des TC Weiss-Rot Speyer haben das Pfalzliga-Spitzenderby zweier ungeschlagener Mannschaften im Schützengarten gegen TC Dudenhofen 2:19 verloren und die Tabellenführung eingebüßt.
„Das Ergebnis ist natürlich sehr enttäuschend für uns. Wir hatten leider das Riesenpech, ausgerechnet in dieser so wichtigen Begegnung auf unsere beiden Spitzenspielerinnen verzichten zu müssen“, erklärte Speyers Spielführerin Janine Krause, die nun auf einen Ausrutscher Dudenhofens hofft, um das angestrebte Ziel Aufstieg doch noch zu erreichen. Dudenhofens Kapitänin Marion Heller sprach von einer super Leistung ihres Teams mit einem jedenfalls in dieser Höhe nie erwarteten Sieg: „Bei den vielen engen Matches entspricht das Ergebnis aber nicht ganz dem Spielverlauf.“ Es gab schöne, faire Begegnungen in einer netten, selten erlebten angenehmen Atmosphäre, stellten beide fest. Tolles Tennis boten die Damen den vielen Zuschauern. Nach drei Einzeln lag Dudenhofen 6:0 vorne. Melanie Hoffmann brachte die Gäste mit 6:2, 6:4 über Lara Chittick, die tags zuvor noch für die Hockey-Damen des HC Speyer traf, in Front. Die Spargeldörflerin spielte sichere Bälle, gepaart mit überraschenden Angriffsschlägen und wies die niedrigere Fehlerquote auf, was die Partie entschied. Auf Position vier schenkten sich Anna-Lena Schütt (WR) und Julia Weber nichts. Nach wechselnden Führungen behielt Weber 6:4, 6:4 die Oberhand. Spaß hatten beide an der Begegnung, wie sie der RHEINPFALZ sagten. Schütt: „Es war sehr eng, einfach schade, dass ich meine gut aufgebauten Angriffe nicht konsequent genug zu Ende gespielt habe.“ Weber sah den Schlüssel zu ihrem Erfolg in den Rhythmuswechseln, mit denen sie Schütt aus dem Tritt brachte. Beim Stand von 6:1, 5:3 boten sich Selina Stahler (TCD) gegen Maria Schnuck in einer zähen, von taktischen Varianten geprägten Partie, vier Matchbälle, die sie nicht nutzte – bemerkenswert, mit welcher Abgeklärtheit das 14-jährige Speyerer Nachwuchstalent nahezu fehlerlos den Rückstand in einen 7:5-Satzgewinn drehte. In dem knapp dreistündigen Marathonmatch holte sich schließlich die 18 Jahre alte, etwas erfahrenere Dudenhofenerin den Champions-Tiebreak mit 10:5. Marion Heller spielte ihre ganze Routine aus, siegte gegen Elisabeth Lingenberg 7:5, 6:3 und erhöhte auf 8:0. Eine Glanzpartie lieferte Bianca Helmig (14). Mit einem hart erkämpften 3:6, 6:3, 10:3-Erfolg über Sophie Maier fuhr sie die ersten Punkte für Speyer ein und hielt so ihre Mannschaft im Match. Im Einzel der Spitzenspielerinnen ging der erste Durchgang mit 6:3 an Janine Kraus. Dudenhofens Nummer eins, Katrin Kronemayer, steigerte sich, hielt im zweiten Durchgang energisch dagegen, gewann mit 6:4 und das Entscheidungsspiel 10:3. „Mit meinem Spiel war ich in der Schlussphase nicht mehr zufrieden, da ich mich nicht mehr so gut bewegte und mir zu viele Fehler unterliefen“, sagte Krause. Nach 10:2-Zwischenstand benötigten die Gäste noch ein Doppel zum Sieg. Sie gewannen alle drei. SO SPIELTEN SIE Janine Krause - Katrin Kronemayer 6:3, 4:6, 3:10, Maria Schnuck - Selina Stahler 1:6, 7:5, 5:10, Bianca Helmig - Sophie Maier 3:6, 6:3, 10:3, Anna-Lena Schütt - Julia Weber 4:6, 4:6, Elisabeth Lingenberg - Marion Heller 5:7, 3:6, Lara Chittick - Melanie Hoffmann 2:6, 4:6, Krause/Helmig - Kronemayer/Heller 2:6, 4:6, Schnuck/Anna-Lena Schütt - Maier/Weber 4:6, 6:4, 7:10, Chittick/Laura Schütt - Stahler/Katrin Varlemann 0:6, 3:6.