Wir über uns Helau und Ahoi im Homeoffice

Feiern mit Luftschlangen: Vielleicht nächstes Jahr?
Feiern mit Luftschlangen: Vielleicht nächstes Jahr?

Wie wird eigentlich die Zeitung gemacht? Einmal im Monat berichten Mitglieder der Lokalredaktion Speyer in dieser Rubrik über den Arbeitsalltag, neue Entwicklungen und andere Themen von „hinter den Kulissen“. Heute geht es um den Arbeitsalltag in der Pandemie.

Heute, am Fasnachtsdienstag, wären Redaktionsmitglieder eigentlich auf den Umzügen in den Faschingshochburgen Mechtersheim und Waldsee vertreten gewesen. Hätten die Wagen und Kostüme bestaunt, die verkleideten Kinder beobachtet, wie sie Bonbons und andere Süßigkeiten fangen, mit Fasnachtern gesprochen und wären dann zurück in die Redaktion gefahren, um den Artikel für die Aschermittwoch-Ausgabe zu schreiben. So lief das im vergangenen Jahr. Nun beherrscht aber schon zwölf Monate das Coronavirus unser Leben und hat alles weiter fest im Griff.

Homeoffice gehört zum Alltag. Statt der morgendlichen Fahrt in die Redaktion geht es die Treppe hinauf ins Arbeitszimmer an den heimischen Schreibtisch. Die Lokalredaktion in der Heydenreichstraße in Speyer ist seit Monaten nur mit der Hälfte der Mannschaft besetzt. Dort hat nun jeder sein eigenes Zimmer, damit Abstand und Hygieneregeln eingehalten werden können. Normalerweise teilt sich die Landredaktion den Raum mit dem Sportkollegen, mit dem sich früher immer mal wieder über Bundesliga-Spiele, Spielerwechsel oder regionale Sport- und Landthemen ausgetauscht wurde. Diese kurzen spontanen Gespräche im Arbeitsalltag fallen nun flach oder finden mal (aber viel seltener) am Telefon statt – zwischen den vielen anderen Telefongesprächen, die durch das Arbeiten an unterschiedlichen Orten für Absprachen notwendig geworden sind.

Videokonferenzen sind ebenfalls Teil des Arbeitsalltags geworden. Wer hätte gedacht, dass politische Gremien eines Tages digital tagen werden. Und es klappt – wie zuletzt bei der Hauptausschusssitzung in Otterstadt – sogar ganz gut. Auch dank der Hilfe von Verwaltungsmitarbeiterin Ramona Eustachi, die der Presse den entscheidenden Tipp gab, als zum Sitzungsbeginn immer noch kein Ton zu hören war.

Im Umgang mit der Technik hat Corona uns viel gelehrt. An die neuen Arbeitsweisen hat man sich gewöhnt. Wie lange sie noch notwendig sein werden, kann keiner abschätzen. Die Lage ist durch aufkommende Virusmutationen genauso unklar wie vergangenes Frühjahr. Viele eint die Hoffnung, dass bald wieder mehr möglich ist – das Gespräch mit den Leserinnen und Lesern, aber auch zwischen Tür und Angel im Büro. Und, dass wir nächstes Jahr vielleicht wieder ein närrisches Treiben in den Straßen von Mechtersheim und Waldsee erleben können.

Die Autorin

Nadine Klose ist seit viereinhalb Jahren Redakteurin in der Lokalredaktion Speyer und dort zusammen mit Timo Leszinski für die Umland-Gemeinden zuständig.
Nadine Klose
Nadine Klose
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