Speyer Harte Kostenanalyse trifft Hanhofen

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Das „harte Kostenmanagement“ der Vorjahre hat der Volksbank Kur- und Rheinpfalz Wachstum, gute Geschäftszahlen und damit Zukunftsfähigkeit beschert. Das betonte Vorstandssprecher Rudolf Müller gestern bei der Vorstellung der Bilanz 2016 in Speyer. Für die Filiale in Hanhofen bringt es aber die Schließung als Konsequenz: Am 31. März soll Schluss sein.

Neben Hanhofen wird der Standort Brühl-Rohrhof (Rhein-Neckar-Kreis) aufgegeben. Man sei dann bei 37 Standorten und müsse die Situation aufmerksam weiter beobachten, so Müller. Auf Jahre hinaus könnte es sich bei „30 plus/minus ein, zwei“ einpendeln, meinte er. Klar sei bereits, dass die Standorte Böhl und Iggelheim fusioniert werden sollen. Dafür liefen aber noch Gespräche über einen Neubau in der Nähe des Rathauses. Das Bekenntnis zur Fläche und die Kundennähe sollten als Stärke erhalten bleiben, so Müller. In Hanhofen sei jedoch zu wenig los gewesen: „Die Frequenz war minimal, die Filiale nicht mehr zeitgemäß, die Betreuung der Kunden erfolgt heute überwiegend schon von Harthausen und Dudenhofen aus.“ In Speyer würden die neuen Angebote in der Maximilianstraße und in der Villa Körbling besser als erwartet angenommen, der Geldautomat in der Postgalerie jedoch schlechter: „Wir hatten dort eine ganze andere Frequenz erwartet“, so Müller. Unzufrieden ist er auch mit der Marktausschöpfung in Neustadt. In den betreuten badischen Bereichen sei die Volksbank hingegen wie in Speyer und Umland sehr zufrieden. Während die bilanziellen Kennzahlen deutlich nach oben gehen – beim Geschäftsvolumen etwa von 2012 bis 2016 von 2,69 auf 3,24 Milliarden Euro –, ist es bei der Mitarbeiteranzahl seit 2011 von 590 auf 515 nach unten gegangen. Dabei habe es auch interne Verschiebungen gegeben, unter anderem in die Bereiche Regulatorik und Digital Banking, wo man zeitgemäß aufgestellt sei. So gebe es eine Projektgruppe mit 25 „Digitalisierungslotsen“. Erwartet wird ein weiteres Wachstum und zumindest 2017 und 2018 kein großes Umschwenken in der Niedrigzinspolitik der Zentralbank. Zu den Wachstumstreibern gehören das Kredit- (3800 Neuanträge) und Immobiliengeschäft (269 Vermittlungen, in Speyer starker Preisanstieg, aber „noch keine Blase“). Im Wertpapiergeschäft gab es ein Plus von zwölf Prozent. „Hier werden wir personell und in der Beratungsqualität weiter zulegen“, sagte der stellvertretende Vorstandssprecher Dirk Borgartz. Müller kündigte an, eine konstante Dividende von 4,5 Prozent für die Anteile der 61.229 Mitglieder vorzuschlagen. Die dafür anfallenden 800.000 Euro abgezogen, läge der Jahresüberschuss bei sieben Millionen, etwas weniger als 2015. Über Fusionsinteresse benachbarter Genossenschaftsbanken würde er sich freuen, so Müller. „Wir führen aber derzeit keine Gespräche.“ Daten & Fakten Bilanzsumme: 3,13 Milliarden Euro (+4,2 Prozent gegenüber 2015), Kundenkredite 2,3 Mill. (+5,3 Prozent), Kundeneinlagen 2,3 Mill. (+6,8 Prozent), vermittelte Bausparverträge 88,3 Mio. (-13,5 Prozent), vermittelte Lebensversicherungen 36,5 Mio. (-1,4 Prozent), Wertpapierbestand 971 Mio. (+11,5 Prozent), Eigenkapital 336 Mio. (+7,7 Prozent). |pse

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