Speyer Handelsfunktionär Thomas Armbrust feiert 70. Geburtstag
Vor 45 Jahren ist Thomas Armbrust in den elterlichen Betrieb eingestiegen, seit einem Jahrzehnt führt er ihn als Alleininhaber. Er hat den Blick für die passende Damenmode, und er hat seit jeher den Blick für die Belange der Innenstadt. Seit mehr als 30 Jahren steht er an der Spitze des Einzelhandelsverbands, aber auch in den Werbegemeinschaften wie früher „Top-Kreis Altpörtel“, „Speyer aktiv“ oder dem aktuellen „Herz Speyers“ stand er zeitweise an der Spitze. Er ist längst einer der Meinungsführer, wenn der Innenstadt-Handel für sich wirbt.
„Die Entwicklung in der Gilgenstraße entspricht nicht unseren Vorstellungen“, sagt Armbrust zum Beispiel über die von der Stadt vorbereiteten Verkehrsversuche eines Durchfahrt-Stopps vorbei am Postplatz. Er hält es für eine Bevormundung, wenn es Kunden erschwert würde, in ihren Autos möglichst nah an die Geschäfte zu gelangen. „Ich kann Kunden das Verkehrsmittel, das sie nutzen, nicht vorschreiben. Wenn ich stationären Handel in der Innenstadt und nicht nur Internet-Handel will, muss ich dessen Kunden die Möglichkeit lassen, in die Innenstadt zu fahren.“
Geschäft steht vor Jubiläum
Armbrust hat seinen Blutdruck längst im Griff, wenn er Interessenpolitik betreibt. Die Erfahrung hat ihn ruhiger werden lassen. Den Einsatz für sein Geschäft mindert das keineswegs. „Das Modehaus steuert auf seinen 75. Geburtstag zu“, berichtet er stolz. Er wolle es führen und sieben Mitarbeiterinnen ein guter Chef sein, „bis es langweilig wird, und das ist derzeit nicht der Fall“. Armbrust ist mit den Verdienstmedaillen des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Handelskammer in Speyers französischer Partnerstadt Chartres geehrt worden. Der Reise- und Sport-Fan, der lange auf dem Fahrrad, auf Skiern und im Wasser aktiv war, freut sich, dass die Geschäfte wieder gut angelaufen sind: Trotz Corona und Krieg hätten April und Mai „auf eine erfreuliche Spur“ geführt.