SPEYER
Handball: TSV II ist Meister
Der in Böbingen wohnende und in Schwegenheim aufgewachsene Werner durchlief als Handballer im Jugendbereich sämtliche Altersklassen seines Heimatvereins TV Schwegenheim, kurzzeitig unterbrochen durch eine Stippvisite bei den A-Jugendlichen des TV Jahn Bellheim. Seine aktive Laufbahn beendete er 2019 bei der Handball-
spielgemeinschaft (HSG) Lingenfeld/Schwegenheim.
Aufstieg überrascht
Seit dem Vorjahr gehört der 30-Jährige, auch als Spieler, zum Trainerteam der zweiten Garnitur des TSV Speyer. An Aufstieg dachte Trainer Gauweiler vor der Runde nicht. „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, Jugendliche an den aktiven Bereich heranzuführen, ihnen den Übertritt und den Einstieg zu erleichtern“, sagte auch Werner.
In Teamarbeit mit Gauweiler betreut er den Kader, darunter neun Talente, die noch der A-Jugend angehören und während der Runde aufgrund des Doppelspielrechts auch in den Herrenmannschaften aufliefen. Die Verantwortlichen hätten sich bemüht, allen Jungs, je nach Spielplan und Belastung, Einsatzzeiten zu geben, was letztlich auch sehr gut gelungen sei.
Anfangsprobleme
Den Rundenstart sah Werner als etwas problematisch: „In der neu gebildeten Mannschaft mussten wir Routiniers, Nachwuchsspieler und Neuzugänge zusammenführen. Nach einer Findungsphase, dem wichtigen Derbysieg bei TuS Heiligenstein und der Integration der jungen Spieler war uns schnell klar, dass wir die Spielrunde erfolgreich gestalten können.“
Im wesentlichen von Verletzungen verschont, nur Kapitän Ralph Schlawinski habe das Team in der Rückrunde nicht mehr wie erhofft unterstützen können, und nach Heimsiegen über Bellheim, Offenbach sowie der verlustpunktfreien Hinrunde sei der Ehrgeiz mit einer neuen Zielsetzung ziemlich in die Höhe geschnellt.
Routinierte Stützen
Einzelne Akteure wollten die Trainer zwar nicht hervorheben, doch als Kern der Auswahl sehen sie die Routiniers: „Gespickt mit den jungen Wilden hatten wir eine hervorragende Mischung. Es wäre deshalb nicht richtig, einzelne Spieler namentlich hervorzuheben.“
„Letztlich haben alle mit ihren Spielanteilen, ihrem Trainingseinsatz und auch mit ihrer Unterstützung auf der Tribüne Anteil an diesem schönen Erfolg“, sagten sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Im Endergebnis sieht das Trainerteam eine „hervorragende Leistung“ der zusammengewürfelten Auswahl im ersten Jahr ihres Bestehens.
Daran anknüpfen
Jetzt gelte es, dran zu bleiben, den Zusammenhalt weiter zu stärken, die Wehwehchen in den Griff zu bekommen und hochmotiviert in die erste Saison der A-Klasse zu starten. Die Mannschaft bleibe zusammen und während der Runde kämen weitere Jugendspieler dazu.
Wie bisher werden Trainerteam und Mannschaft von Spiel zu Spiel denken, mit viel Spaß und Ehrgeiz einfach schauen, was geht. Die Stärke liege in einem breiten, homogenen Kader. Dieses positive Element gelte es einzubringen und auszuspielen.
So spielten sie
TSV Speyer II: Luan Berst, Marcel Daniels, Philipp Handwerker, Paul Stumpf (Torhüter), Leo Arnholdt, Christian Breininger, Christoph Burkhardt, Janne Dahlbeck, Benjamin Dauber, Patrick Demmig, Sascha Gauweiler, Simon Gauweiler, Tim Gauweiler, Tobias Gottschling, Simon Grimm, Bernd Hoock, Oliver Jann, Lean Kahrimanovic, Tim Knörr, Janek Messerschmitt, Steffen Neurohr, Andres Rüb, Ralph Schlawinski, Jonas Schleich, Daniel Schmitt, Daniel Sauer, Marvin Seidenspinner, Sepp Stumpf, Aaron Werner.