Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TSV gewinnt Derby

Kompromisslos: Fabian Markert (am Ball) vom TSV Speyer gegen Jakob Chrust.
Kompromisslos: Fabian Markert (am Ball) vom TSV Speyer gegen Jakob Chrust.

Die Handballer des TSV Speyer liegen zwar nie zurück. Aber HSG Dudenhofen/Schifferstadt lässt sich auch nie abschütteln. Seit Jahrzehnten gab es eine solche Kulisse nicht mehr. Und die Schlussphase verläuft überaus kurios.

Tollhaus Sporthalle Ost vor einer prächtigen Kulisse. Erneut hielt das Lokalderby in der Handball-Pfalzliga der Herren, was es im Vorfeld versprochen hatte. Wieder lieferten sich der TSV Speyer und die HSG Dudenhofen/Schifferstadt einen bis zur letzten Sekunde mitreißenden, spannenden Kampf.

Nach dem 34:34 im Hinspiel setzten sich die Domstädter hauchdünn mit 26:25 (13:13) durch. Von Beginn an entwickelte sich eine sehenswerte Auseinandersetzung mit einer prima Stimmung. „Unsere Fans waren überragend und haben die Mannschaft getragen“, lobte TSV-Öffentlichkeitsmitarbeiter Benjamin Eisensteck.

Etwas abgesetzt

Die TSV-Trommler wurden diesmal sogar von Timo Herget aus Worms unterstützt, der aus alter Verbundenheit zu einigen TSV-Akteuren mit Wormser Vergangenheit extra angereist war. Speyer legte stets vor, Dudenhofen/Schifferstadt führte nie. Das Match war ausgeglichen.

In Durchgang eins konnte sich der TSV mehrfach mit zwei Treffern lösen, die HSG egalisierte. Das Geschehen lief so bis zum 16:16, das Simon Richter für die Spielgemeinschaft erzielte, ab. Bei den Gästen schlichen sich jetzt Unkonzentriertheiten ein, und die Einheimischen setzten sich unter anderem mit drei Toren von Jan Krick erstmals etwas deutlicher auf 20:16 ab.

Torarmes Finale

Speyer behauptete seinen Vorteil bis zum 26:22, geworfen von Dennis Markert. HSG-Übungsleiter David Oetzel stimmte seine Schützlinge in einer Auszeit nochmals ein. In der Folge ließen die Hausherren nach. Als der sehr torgefährliche Christopher Huber auf 26:25 stellte, war der Ausgang des umkämpften Matches vor der Schlussphase wieder offen.

Kurios, dass in den finalen fünf Minuten keine Treffer mehr fielen. „Man merkte beiden Teams an, dass die Kräfte weniger wurden“, meinte Eisensteck. Vor allem Ronnie Handwerker im Speyerer Tor, bis 2020 bei der HSG zwischen den Pfosten, sorgte dafür, dass es beim knappen Erfolg blieb. Den letzten Versuch aus einem direkten Freiwurf setzte die HSG über das Speyerer Gehäuse.

Eisensteck stellte die gute Defensivleistung der Seinen heraus. Lediglich HSG-Kreisläufer Patrick Müller habe der TSV nie wirklich in den Griff bekommen. Und er lobte die Referees für deren sehr gute Leistung.

So spielten sie

TSV Speyer: Doppler (1. HZ), Handwerker (2. HZ) - Weber (1/1), Denis Markert (4), Ruß (1) - Krick (8/5), Jann (2) - Fischer - Fabian Markert (3), Hauck (2), Messerschmitt (3), Balaz (2)

HSG Dudenhofen/Schifferstadt: Trapp, Schopp -Huber (8), Selinger (1), Chrust - Beckmann, Albert (3/2) - Müller (6) - Handrich, Lorenz Worf (1), Finn Schutzius (1), Schneider (3), Richter (1), Gerbes (1)

Spielfilm: 8:6 (17.), 12:10 (26.), 12:12 (28.), 13:13 - 16:16 (36.), 20:16 (42.), 22:20 (48.), 26:22 (52.), 26:25 (55.) - Zeitstrafen: 2/3 - Siebenmeter: 7/6 - 2/2 - Beste Spieler: Handwerker, Denis Markert, Fabian Markert, Balaz, Jann - Huber, Müller - Zuschauer: 550 - Schiedsrichter: Messemer/Reichling (Ottersheim/Bellheim).

Rheinpfalz-Tipp: 29:30

Mit dem sehr knappen Ausgang lagen wir zwar richtig, aber der Sieger heißt Speyer und nicht Dudenhofen/Schifferstadt.

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