Waldsee
Handball: Saison der TG-Frauen abgesagt
„Wegen der Pandemie wurde die ursprünglich vorgesehene Achtzehner- in zwei Neuner-Gruppen geteilt, um flexibler auf Spielausfälle reagieren zu können“, blickte Yannik Adrian, seit Mai Trainer der Waldseerinnen, im RHEINPFALZ-Gespräch zurück: „Leider hat auch diese Maßnahme nichts genutzt. Die gesamte Runde ist gecancelt.“
Der 27-Jährige zeigt Verständnis für die Entscheidung: „Natürlich wollten wir, wie alle anderen Sportarten auch, gerne weiterspielen. Bei ausuferndem Corona mit hohen Inzidenzwerten und den Vorgaben der Landesregierungen blieb dem Verband aber gar keine andere Möglichkeit, als die Runde zu beenden.“
Gegen die Entscheidung gebe es nichts einzuwenden, sagte Adrian: „Es war die einzig vernünftige Lösung. Denn letztlich steht die Gesundheit, unser höchste Gut, vor allen anderen Dingen, wenn’s auch schwerfällt.“ Mit dem Saisonziel, die Klasse zu halten, starteten die seit Jahren in der Oberliga etablierten TG-Damen in die Spielrunde.
Überraschung
Ein Sieg und eine Niederlage standen vor dem Abbruch zu Buche. „Das war’s dann schon“, erklärte der in Bobenheim-Roxheim wohnende Coach. Beim Aufstiegsfavoriten SV 64 Zweibrücken gab es eine nicht ganz unerwartete Niederlage. Gegen den favorisierten TV Mundenheim behielt das Team die Oberhand.
„Mit diesem Sieg hatten wir uns eine gute Ausgangsposition für den weiteren Rundenverlauf geschaffen“, meinte Adrian, der seine eigene aktive Laufbahn bei HSG Eckbachtal wegen einer Verletzung frühzeitig beendete. Seit Ende Oktober Jahres finde kein gemeinsames Hallen-Training mehr statt.
Anstelle der drei Übungseinheiten pro Woche bitte er die jungen Damen zu einer wöchentlichen Online-Sitzung, berichtet der Trainer. Die Beteiligung bezeichnet er als sehr gut: „An manchen Tagen sind es sogar mehr als bei unserem vorher üblichen Hallen-Training.“
Kader bleibt
Adrian vermutet, dass auch nach Lockerung der Vorgaben noch keine Rückkehr zum gewohnten Training in der Rheinauenhalle möglich wird. Er rechnet damit, „dass wir zunächst nur mit kleineren Gruppen im Freien trainieren dürfen.“
Für die nächste Spielrunde bleibe er auf jeden Fall an Bord, könne sich aber auch vorstellen, die TG-Damen längerfristig zu betreuen, so Adrian. Die Mannschaft bleibe im Wesentlichen beisammen. Nur Nadine Gabor habe ihre aktive Laufbahn beendet.
„Hinter zwei bis drei Damen stehen zwar wegen Studiums und Berufs noch kleine Fragezeichen. Sie wollen aber, wenn irgendwie möglich, weitermachen“, teilte der Übungsleiter mit. Auch in der ab September vorgesehenen nächsten Spielrunde stehe der Ligaverbleib an erster Stelle.
Oben anklopfen
Sein Hauptaugenmerk legt Adrian auf Verbesserung und Weiterentwicklung der Spielerinnen: „Vielleicht können wir dann in den nächsten Jahren auch mal nach oben schielen.“ Da Probetrainings derzeit nicht möglich seien, gestalteten sich Neuverpflichtungen etwas schwierig. An einer Spielerin habe der Verein großes Interesse.
In trockenen Tüchern sei der Wechsel aber noch nicht. Adrian betont großes Interesse an weiteren Verstärkungen. „Interessierte Damen bitte ich um Kontaktaufnahme über unsere Homepage mit Abteilungsleiter Tobias Keller.“