DUDENHOFEN RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: HSG-Frauen vor dem Auftakt

Eines der letzten Spiele: Dudenhofen/Schifferstadt bei den Nordpfälzer Wölfen im Dezember 2019.
Eines der letzten Spiele: Dudenhofen/Schifferstadt bei den Nordpfälzer Wölfen im Dezember 2019.

Am Samstag, 24. Oktober, geht die nahezu 20-monatige Wettspielpause für die Pfalzliga-Damen der HSG Dudenhofen/Schifferstadt zu Ende, wenn das Team bei der SG Lambsheim/Frankenthal in die Runde 2021/22 startet. Über kurz- und mittelfristige Ziele sowie Trainings-Schwerpunkte sprach die RHEINPFALZ mit Coach Christian Grill.

„Letzten Sommer hatten wir uns komplett auf die neue Spielzeit vorbereitet. Doch eine Woche vor Rundenbeginn erfolgte Corona bedingt leider die erneute Absage. Auch persönliche Treffen waren nicht möglich“, teilte Grill mit. In der Zwischenzeit hielten sich die Damen mit Rad-/Lauf-Challenges und Online-Athletik-Meetings fit.

Der 28-jährige B-Lizenz-Inhaber, im Hauptberuf Ausbilder bei der Daimler-Benz AG in Mannheim, betreut die HSG seit Januar 2019. Er übernahm sie im Abstiegskampf und führte sie zum Klassenverbleib. Beim Rundenabbruch im März 2020 belegte das Team Tabellenplatz vier. Als Saisonziel gibt Grill nun das obere Drittel aus.

Top Drei

„Mittelfristig wollen wir uns unter den Top-Drei-Mannschaften der Pfalzliga etablieren“, lautet seine Zukunftsplanung. Großen Wert lege er auf mannschaftliche Geschlossenheit: „Eine intakte Mannschaft kann Berge versetzen. Die Spielerinnen sollen immer auch mit dem Kopf spielen und clevere Entscheidungen auf dem Feld treffen.“

So können sie auf unterschiedliche Spielsituationen jederzeit reagieren. Mit den Neuzugängen und Rückkehrerinnen Anna von den Driesch, Jenny Fohs, Vanessa Haag, Lisa Herzig, Lena Löffelmann, Anna-Lena Scheib, Lara Scheuer und Anni Winkler sieht der Übungsleiter den Kader breiter und stärker aufgestellt.

Duo pausiert

Lara Hagen und Christina Marceaux legen aus persönlichen Gründen vorübergehend eine Pause ein. Konstante Leistungen „von Anfang bis Ende“ bezeichnet Grill als wichtige Voraussetzung, um das Saisonziel zu erreichen: „Da jedes Wochenende ein Spiel ansteht, kann es keine Verschnaufpausen geben.“

Der Übungsleiter: „Ich bin deshalb sehr froh über den breiten, 19-köpfigen Kader, mit dem wir auch Ausfälle recht gut ausgleichen können.“ Nicht einzelne Spielerinnen, sondern ein intaktes Kollektiv, bei dem jede für die andere in die Bresche springe, sieht der Coach als herausragendes Erfolgs-Element.

Bedeutender Rat

„Wir haben viele unterschiedliche Spielertypen im Kader, die auf taktische Varianten der Konkurrenz reagieren können. Dadurch sind wir für jeden Gegner unberechenbarer geworden“, sagte Grill. Für die Organisation rund um das Team komme dem Mannschaftsrat, bestehend aus Jana Bäuerle und Mareike Weinacht, besondere Bedeutung zu.

Das Durchschnittsalter liege bei 24 Jahren – eine sehr gute Mischung, meint der Coach, da beide Seiten voneinander profitieren könnten. Die Jüngste ist 17, die Älteste 39 Jahre. Die Abwehr stehe in mehreren Formationen mit offensiver Variante schon ganz gut.

Grill: „Auch ein 6:0 haben wir eingeübt. Mit Flexibilität wollen wir die Konkurrenz vor einige Probleme stellen.“ Auch das Konterspiel sei verbessert. An offensiven Abläufen und Strategien gelte es noch zu arbeiten, „um dann einen hoffentlich erfolgreichen Start in die neue Runde hinzulegen.“

Die Stimmung im Team sei „super“.

Viele spielten seit Jahren zusammen. Die Neuzugänge hätten sich sehr schnell integriert und übernehmen bereits eine feste Rolle im Gefüge. Durch teambildende Maßnahmen wie eine Fahrt in den Schwarzwald mit Rafting, Felsenmeerwanderung und Übernachtung in gemeinschaftlichen Holzhütten, sieht der Trainer das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt.

Favorit Haßloch

Die durch Oberliga-Spielerinnen verstärkte TSG Haßloch gelte für ihn als absoluter Top-Titelanwärter. Nun hofft Grill auf eine halbwegs normale und komplette Runde mit Unterstützung vieler Fans, „um möglichen Favoriten die Punkte zu stehlen“.

SO SPIELEN SIE

Abgänge: Lara Hagen und Christina Marceaux (vorübergehende Spielpause)

Zugänge: Anna von den Driesch (TuS Neuhofen), Vanessa Haag (HSG Lingenfeld/Schwegenheim), Lisa Herzig (Überherrn-Fraulautern), Lena Löffelmann (eigene Jugend), Lara Scheuer (SV 64 Zweibrücken), Anni Winkler (nach Studienpause zurück)

Kader: Jenny Adar, Nadine Lehr, Lisa Herzig (Torfrauen), Hannah Riederer, Jana Bäuerle, Lara Scheuer, Sue Kripp, Marlene Oetzel, Anni Winkler, Lena Löffelmann, Vanessa Haag, Mae Kripp, Jenny Fohs, Anna von den Driesch, Anna-Lena Scheib, Sandra Bäuerle, Sabrina Pesla, Mareike Weinacht, Anna Isselhard

Co-Trainer: Arnd Bäuerle

Torwart-Trainer: Damian Richter

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