Speyer Handball: Das neue Jugendtraining beim TSV

Neue Aufgabe für die Kunststoffbahn im Bantz-Stadion: Handballtraining für Kinder.
Neue Aufgabe für die Kunststoffbahn im Bantz-Stadion: Handballtraining für Kinder.

Welche Menge an Desinfektionsmittel bereits verbraucht worden ist, kann Coach Benjamin Eisensteck nicht sagen, welche Herausforderungen der TSV Speyer aktuell innerhalb der Abteilung zu stemmen hat, hingegen schon. Seit einigen Wochen wird wieder trainiert – statt in der Halle jedoch im Käfig.

Das Spielen im Freien hat seine Tücken, die größte: das Wetter. In den vergangenen beiden Wochen fiel das Training kurzfristig aus – Starkregen: „Der Bodenbelag wird so rutschig, dass es einfach zu gefährlich ist“, sagt Eisensteck über die alternative Trainingsstätte.

Der Käfig umschreibt die umzäunte Fläche zwischen Osthalle und Bantz-Stadion, für die Handballer des TSV während Corona freigegeben. Unterschiedliche Mannschaften von der B- bis D-Jugend kommen dort seit geraumer Zeit wieder zusammen.

„Viele fangen erst im August an. Aber aufgrund der vielen Kinder, die wir aktuell im Spielbetrieb haben, wollten wir so früh als möglich loslegen“, erklärt Eisensteck. Die Freundschaft pflegen und gleichzeitig Teambuilding betreiben, seien die Hauptanliegen, die zum alternativen Training antrieben.

Durchaus notwendig

Ausdauer und Kraft stünden zuvorderst auf der Tagesordnung. Abgesehen von Laufeinheiten geht es dem Trainerteam um Eisensteck um die Stabilisierung des Körpers. „Dadurch soll die Verletzungsgefahr minimiert und die Spannung erhöht werden“, meint er. Durchaus notwendig gewesen sei der zeitige Wiedereinstieg.

„Die Kinder haben viel verlernt oder das Wissen in Schubladen vergraben, die wir erst wieder aufziehen müssen“, berichtet der Trainer. Froh ist er, mittlerweile in Gruppen von zehn statt nur fünf Spielern zu üben. Gültigkeit habe aber nach wie vor die Zuordnung eines festen Partners bei Zweieraufgaben.

„Wir machen viele Pass-Übungen“, informiert Eisensteck. Das bedeutet wiederum großen Einsatz für die Betreuer. Denn nach jedem Einsatz desinfizieren sie gründlich die Bälle.

Glückliche Kinder

Froh ist der Nachwuchs über die zurückgekehrte sportliche Regelmäßigkeit. „Die Kinder sind nicht ausgelastet gewesen“, spürt Eisensteck. Deutlich zu erkennen sei gleichzeitig, dass sie sich erst neu an den Trainingsumfang gewöhnen. Ein großes Stück Motivationsarbeit leisten die Funktionäre zudem.

Denn das zielorientierte Hintrainieren auf einen Wettkampf fällt im Moment noch flach. „Wir wissen nicht, wann die Runde beginnt. Vom Vorstand aus schauen wir täglich, ob sich etwas Neues ergibt“, erzählt Eisensteck. Der nächste Stichtag ist der 10. Juli. Dann öffnen – sofern es keine coronabedingten Vorfälle gibt – die Hallen wieder zum Training.

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