Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Bei Lingenfeld/Schwegenheim kann’s nur besser werden

Anlauf: HSG Lingenfeld/Schwegenheim. Foto: Lenz
Anlauf: HSG Lingenfeld/Schwegenheim.

Meisterschaft 2018, dann personeller Umbruch und 2019 nur mit Mühe knapp den Klassenverbleib geschafft. Bei den Pfalzliga-Frauen der HSG Lingenfeld/Schwegenheim kann es nach dem jähen Absturz nur besser werden.

Nach dem Erfolg hätten die Abgänge und verletzungsbedingten Ausfälle nicht kompensiert werden können, kennt Dominic Pfanger, der neue HSG-Coach, die Hauptursachen für die Malaise. Jetzt sind die verletzten Spielerinnen auf einem guten Weg zum Comeback und mit Sarah Schönrock sowie Lena Manger (beide Damen II) der Kader breiter aufgestellt.

Torfrau Silke Weber (Karriereende) stellt den einzigen Abgang dar. „Saisonziel sollte auf jeden Fall eine Platzierung unter den ersten Fünf sein“, sagte Pfanger.

Herxheimer bereit

Der Herxheimer war zuletzt als Jugendkoordinator bei der HSG tätig und hatte zuvor ein Jahr Pause eingelegt. Seine letzte Station waren die Damen des SV Bornheim. Er habe nach dieser Zeit erst etwas Abstand gewinnen wollen. Jetzt fühlt er sich wieder bereit für einen Trainerjob.

„Die Damen ziehen super mit. Alle gehen an ihre Grenzen“, meinte Pfanger. Zuletzt habe sich Lingenfeld/Schwegenheim unter Wert verkauft. Nun hofft er auf eine Trotzreaktion, „um zu zeigen, was wir können.“

Detailarbeit

Verletzte sind derzeit nicht zu beklagen. Dass die Goldberghalle in Lingenfeld weiter nicht zur Verfügung steht, schränkt die Möglichkeiten meistens auf zweimal Hallentraining pro Woche ein. Pfanger will eine neue Struktur aufbauen, eher am Detail arbeiten und das Erlernte schnell umsetzen.

Er legt den Fokus sowohl auf die Abwehrarbeit im Verbund als auch auf das individuelle Zweikampfverhalten. Hier sollen die gegnerischen Angreiferinnen mehr unter Druck gesetzt werden. In der Offensive klappt das Spiel Eins-gegen-eins nach seiner Wahrnehmung schon gut.

Es dauert

„Die Mannschaft ist noch nicht auf dem Stand, auf dem ich sie als Trainer haben will. Das kann man aber auch nicht verlangen. Nach einem Trainerwechsel muss man sich erst kennenlernen und Vertrauen aufbauen“, teilte er mit. Die volle Leistungsfähigkeit wird daher seiner Ansicht nach zu Rundenbeginn noch nicht abrufbar sein.

Die klassische erste Sieben existiert in Pfangers Augen nicht. Orientiert am jeweiligen Gegner und an der Leistung will er seine Formation entsprechend anpassen. Klar gebe es Spielerinnen, die in keinem Match fehlen dürften. Abes es könne auch in diesen Fällen durchaus sein, dass diese anfangs auf der Bank Platz nehmen würden.

Als Titelfavoriten nennt Pfanger TSG Haßloch, TuS Heiligenstein und SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam II.

Steckbrief

Trainer: Dominic Pfanger

Torwarttrainer: Michael Ohmer

Aktivensportwart: Nicolas Biegard

Heimtrikot: Blau

Auswärtstrikot: Rot

Trainingsauftakt: 6. Juni

Trainingszeiten: Dienstag (19.30 bis 21 Uhr), Donnerstag (20.30 bis 22 Uhr, jeweils Sporthalle Schwegenheim)

Kadergröße: 16

Testspiele: 6

Trainingslager: Freitag, 16., bis Sonntag, 18. August, in Schwegenheim

Pflichtspielauftakt: 1. September beim TuS Heiligenstein.

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