Speyer Große Personalsorgen nur in den Kitas
Schon vor einer Woche sind die Mitarbeiter jeweils in zwei Teams aufgeteilt worden: Eines davon arbeitet zu Hause, das andere im Büro. Wöchentlich wird gewechselt, sodass im Infektionsfall die Dienstbereitschaft erhalten bleibt. Im ersten Lockdown habe die Verwaltung, mit rund 1000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Speyer, damit gute Erfahrung gemacht, so Sprecherin Lisa Eschenbach auf Anfrage. Aus Reihen des Rathaus-Personals hatte es im März den ersten bestätigten Corona-Fall in Speyer gegeben, insgesamt sei die Verwaltung aber von Infektionen weitgehend verschont geblieben, so Eschenbach. Drei Infektionen hatte sie vor dem zweiten Lockdown bilanziert, vorige Woche war die Summe dann bei zwölf angelangt, was aus Sicht der Verwaltungsspitze nicht problematisch viel ist.
Notbetrieb als Ausweg?
„Es ist bisher immer schnell gelungen, die Personen zu ermitteln, die engeren Kontakt mit der infizieren Person hatten“, so die Sprecherin. Es gebe klare Abstands- und Hygieneregeln, die eingehalten würden. Problematisch sei aber die Personalsituation in den städtischen Kitas, wo es immer wieder krankheitsbedingte Ausfälle oder Quarantäneanordnungen gebe. Daher habe der Dienstbetrieb zuletzt nur eingeschränkt sichergestellt werden können, was die Familien der Betreuten belastet habe.
Die Stadt bedauert es daher abermals, dass das Land die Kitas im Regelbetrieb belassen will und ihr keinen Übergang in die Notbetreuung gewährt hat. Sprecherin Eschenbach: „Im Notbetrieb könnte, wie schon im Frühjahr, gewährleistet werden, dass Eltern mit systemrelevanten Berufen eine sichergestellte Betreuung für ihre Kinder in den Kitas haben.“ Bei der Arbeit im Regelbetrieb klappe dies aktuell leider nicht.