Speyer Giftige Zweikämpfer

«SPEYER.» Verbandsligist FC Speyer 09 tritt heute Abend (19.30 Uhr) in der dritten Runde des Bitburger Verbandspokals Südwest beim klassentieferen Landesligisten FSV Offenbach an.
Speyer aufgrund seiner höheren Spielklasse die Favoritenrolle zuzuordnen, erscheint kaum angezeigt. Denn wie die Erfahrungen aus vielen Pokalbegegnungen zeigen, wachsen Außenseiter nicht selten über sich hinaus und zwingen den vermeintlichen Favoriten in die Knie. FC-Kapitän Maurizio De Vico ist das vor Rundenbeginn in Offenbach absolvierte Vorbereitungsspiel, das 1:1 endete, noch in guter Erinnerung. Die Partie sei zwar keinesfalls ein Gradmesser gewesen, habe aber gezeigt, dass der Gegner giftig und zweikampfstark auftrete und nicht so einfach zu bespielen sei. „Ich rechne mit einem interessanten und intensiven Kampfspiel, das wir natürlich souverän gewinnen wollen, um in die nächste Runde einzuziehen. Vielleicht wartet dort ein attraktiver Oberliga-Gegner, womöglich sogar ein weiteres Derby auf uns“, sagte De Vico der RHEINPFALZ. Der FC greift erstmals in den Verbandspokal ein. Offenbach kam mit zwei Auswärtserfolgen weiter. Wie kampfstark die Südpfälzer mit dem früheren FC 09-Spieler Tim Lechnauer insbesondere zuhause auftrumpfen können, zeigte deren kürzlich ausgetragene Landesliga-Partie gegen die zweite Mannschaft des Regionalligisten Wormatia Worms, die sie nach 2:4-Rückstand noch in einen 5:4-Erfolg drehten. Die Speyerer Elf scheint also gut beraten, den Gegner nicht zu unterschätzen, um nicht wie im Vorjahr beim VfR Baumholder eine unliebsame Überraschung zu erleben. Auch FC-Co-Trainer Andreas Holdermann sieht keine leichte Aufgabe auf die Mannschaft zukommen. Denn Offenbach schätzt er zuhause als recht gefährlich ein. „Pokalspiele gegen unterklassige Gegner haben ohnehin ihren eigenen Charakter und werden oft im Kopf entschieden, zumal die vermeintlichen Außenseiter top motiviert sind. Wir werden Offenbach deshalb auf keinen Fall unterschätzen.“ Trete die eigene Elf allerdings mit dem gleichen Einsatzwillen und der Moral wie zuletzt gegen den starken SV Morlautern auf, rechne er mit einem Sieg, sofern es dem Team gelinge, die sich bietenden Chancen effizienter zu nutzen.