Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Gasleitungen: Neue Technik unter den Feldwegen

Arbeiten am Ortsrand von Dudenhofen: Südlich der B39 werden neue Gasleitungen verlegt.
Arbeiten am Ortsrand von Dudenhofen: Südlich der B39 werden neue Gasleitungen verlegt.

Die Gasversorgung in Speyer, Dudenhofen und anderswo – das sind nicht nur die Stadt- und Gemeindewerke. Diese kooperieren mit der Creos Deutschland GmbH als überregionalem Gasverteilnetzbetreiber. Er verbindet sie mit den internationalen Pipelines. Derzeit „verbuddelt“ er sechs Millionen Euro zwischen Speyer und Germersheim.

Im westlichen Bereich der Domstadt sind die Tiefbauer seit Monaten aktiv. Der Teil der Heinrich-Heine-Straße am Stadtrand und der angrenzende Feldweg in Richtung B39 waren zum Beispiel zwischen Mai und Juli von Sperrungen betroffen. „Inzwischen sind die Arbeiten soweit abgeschlossen, dass nahezu alle Bereiche auf Schotter wieder befahrbar sind“, informiert Creos-Sprecherin Carola Jung. Gerade werde als letzte Maßnahme der richtige Oberflächenbelag eingebaut.

Es gehe um die Verknüpfung zweier bestehender Gasleitungen, ebenso wie ein Stück weiter in Richtung Dudenhofen parallel zur Abfahrt von der B39 in Richtung Boligweg. Am Rad- und Gehweg südlich der Bundesstraße ist daher eine provisorische Umleitung ausgewiesen. Bis Ende September/Anfang Oktober wird hier laut Jung gearbeitet.

Netz soll betriebssicher bleiben

Hintergrund des Ganzen ist das Projekt „Zielnetz 2030“ von Creos. Das Unternehmen mit Sitz im saarländischen Homburg (früher Saar Ferngas) will damit sein Gasnetz betriebssicher halten und die Versorgungssicherheit für seine Kunden wie Stadtwerke und Industrie gewährleisten. Insgesamt ist das Unternehmen für ein 1650 Kilometer langes Gashochdrucknetz im Saarland und in Rheinland-Pfalz sowie für die Versorgung von zwei Millionen Menschen verantwortlich.

Bei dem Projekt würden – wie bei Speyer – bestehende Leitungen miteinander verbunden, um die Versorgung eines Gebietes von zwei Seiten aus zu ermöglichen, aber es würden auch ältere Leitungen erneuert oder stillgelegt, erklärt Jung. Dafür gebe es kontinuierlich Baumaßnahmen, die allein zwischen Speyer und Germersheim 6 Millionen Euro kosteten. „Es ist ein Bündel von Maßnahmen, das nach und nach abgearbeitet wird.“ Die Gasleitungen der Creos GmbH hätten zwischen zehn und 50 Zentimeter Durchmesser.

Viel zu tun bei Lingenfeld

Neben den Vorhaben zwischen der Domstadt und Dudenhofen sind Creos und seine Auftragnehmer aktuell bei Lingenfeld und Germersheim tätig. Seit Juni wird laut Jung eine Gasleitung im nördlichen Lingenfeld erneuert. Sie verlaufe zuerst rund 550 Meter parallel zur Schwegenheimer Straße, dann in Wirtschaftswegen und Äckern nördlich des Bahnhofs Lingenfeld. Jung: „Dieser Bereich soll voraussichtlich Mitte September in Betrieb gehen.“

Danach werde beim Bahnhof weitergebaut, um die Gasleitung östlich davon mit einer anderen zu verbinden. Die bisherige Leitung Saumhof-Germersheim, die durch Lingenfeld verläuft, werde stillgelegt. Sperrungen an den Parkflächen und Radwegen beim Bahnhof könne es bis ins Jahr 2021 geben. Parallel wird derzeit laut Jung auch in der Stadt Germersheim gearbeitet. Hier würden 1300 Meter Gasleitung erneuert.

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