Speyer Gas wird günstiger

In Dudenhofen bleiben die Gebühren für Strom und Wasser unverändert. Den Gaspreis hat der Ortsgemeinderat am Donnerstagabend auf Vorschlag der Verwaltung um 0,15 Cent die Kilowattstunde auf 4,47 Cent reduziert. Für das Elektrizitätswerk ist im Wirtschaftsplan 2018 ein Gewinn von 203.000 Euro, für das Wasserwerk ein Plus von 23.500 Euro prognostiziert. Rund 70.000 Euro beträgt der Überschuss beim Gasvertrieb.
Im Blick auf die schuldenfreie, prall gefüllte „Schatztruhe E-Werk“ mit einem Guthaben von zwei Millionen Euro wollte Jürgen Creutzmann (FDP) den Abgabepreis dennoch nicht senken. Auch weil vom Gewinn 80.000 Euro in den allgemeinen Haushalt übertragen werden. Das Wasserwerk sah er in einem wirtschaftlich gesunden Zustand. Und das bei einem „seit vielen Jahren erfreulich stabilen Preis von 1,06 Euro pro Kubikmeter“. Sebastian Körner (CDU) beschreibt das jüngste Kapitel Gasvertrieb als „Erfolgsgeschichte“. Mittlerweile versorge die Gemeinde 1100 Kunden, Tendenz steigend, und sei somit sogar dabei, die Pfalzwerke als Meistanbieter abzulösen. Wie die Ratskollegen der anderen Fraktionen attestierte Reinhard Burck (Grüne): „Es wurde gut und seriös gewirtschaftet.“ Damit war für Wilhelm Kannegießer (SPD) „alles gesagt“. In die Stromversorgung investiert die Kommune in den nächsten beiden Jahren 423.000 Euro, in Wasserleitungen und Anschlüsse (hauptsächlich Erneuerung Teilbereich Carl-Zimmermann-Straße und Schubertstraße) 615.000 Euro. Kein Problem für Manfred Hook (FWG): „Wir müssen dazu kein Darlehen aufnehmen, sondern können das aus den jeweiligen Kassen der Werke finanzieren.“ Hortgruppe: Einstimmig beschloss der Rat die Einrichtung einer zweiten Hortgruppe. Vorausgesetzt: Das Kreisjugendamt bestätigt in einer Prüfung (der Auftrag an das Amt wurde mit dem Grundsatzbeschluss vergeben) den Bedarf und der Jugendhilfeausschuss des Kreises gibt grünes Licht. Ohne seine Zustimmung müsste die Gemeinde die Personalkosten aus der eigenen Tasche bezahlen. Unterkommen soll die Gruppe im Container oder im freiwerdenden alten Rathaus gegenüber der Kirche. Sebastian Körner verspricht sich „durch die Stärkung junger Familien“ einen weiteren „Standortvorteil“. Jürgen Creutzmann hält den Bedarf für unstrittig – 2018/2019 rechnet er mit jeweils mehr als 20 Kindern – und wollte einschränkend sichergestellt haben, dass eine zweiten Hortgruppe das Angebot der betreuenden Ganztagsschule nicht tangiere. Das ist laut Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) nach Aussage von Schulleiterin Sabine Gilles nicht der Fall. Bei den Erstklässlern, Grundschulklassen 1 bis 3 mitgezählt, schätzt er die Anzahl der Anmeldungen auf 32 bis 35. Rasengräber: Geändert (eine Nein-Stimme von Manfred Hook, FWG) wurden die Gestaltungsmöglichkeiten der Rasengräber. Erlaubt ist künftig das Anbringen eines kleinen Holzkreuzes, begrenzt auf drei Monate. Die Grabplatten dürfen nur aus einem bestimmten Material sein. Über Art und Farbe des Natursteins wird der Seniorenbeirat entscheiden. Zweite Fischtreppe: Die Planung zur Brücke über die beabsichtigte Fischaufstiegshilfe an der Wingartsmühle übertrug der Rat dem Rhein-Pfalz-Kreis. Reinhard Burck (Grüne) hatte „nichts dagegen“, wollte damit aber nicht „den Automatismus eines Bürgerparks“ verknüpft wissen. Digitale Ratsarbeit: Zur Einführung der digitalen Ratsarbeit erhalten die Mitglieder für den Kauf eines Tablets oder Notebooks einen Zuschuss von 400 Euro. Bei der Einwohnerfragestunde listete ein Bürger auf: Wann werden endlich die Fensterläden der Festhalle ausgetauscht? – dazu der Ortsbürgermeister: „Mir dauert das auch zu lange.“ Wann ist mit der Veröffentlichung des Gutachtens zur BMX-Bahn zu rechnen? – Eberhard: „Das Gutachten gab der Radfahrverein in Auftrag, er will es Mitte November vorstellen.“ Bleibt der Korridor zwischen Radrennbahn und Fußballplatz weiterhin Pkw-Parkplatz? – Eberhard: „Wir wollen das auf Großveranstaltungen beschränken.“