Speyer
Galeria: Speyerer Beschäftigte fühlen mit Mannheim mit
Die Galeria-Beschäftigten in der Domstadt seien voller Mitgefühl für die Betroffenen und versicherten ihnen ihren Beistand, so Gamburg gegenüber der RHEINPFALZ. Sie selbst seien „trotz der Situation“ jedoch „dankbar“, dass das Warenhaus in der Maximilianstraße fortbestehe.
Ganz sicher ist dies gleichwohl erst, wenn am 28. Mai die Gläubiger des insolventen Handelskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) dem Insolvenzplan zustimmen. Demnach will ein Konsortium um den Mannheimer Unternehmer Bernd Beetz die Marke Galeria weiterführen. Allerdings bedeuten die Pläne das Aus für 16 der 92 Niederlassungen, darunter auch für das Warenhaus mit rund 100 Mitarbeitern am Mannheimer Paradeplatz.
„Miete bricht uns das Genick“
Eigentümer des Gebäudes ist die Signa-Gruppe, deren hohe Mietforderungen einen wirtschaftlichen Betrieb erschwerten. „20 Prozent des Umsatzes gehen weg“, sagt Mannheims Filialleiter Niko Rauch, der erst im März vom Posten des Geschäftsführers in Speyer in die Quadratestadt gewechselt war: „Die hohe Miete bricht uns das Genick.“
Er habe sich das etwas anders vorgestellt, als er die Chance bekam, den mit rund 16.000 Quadratmetern Verkaufsfläche dreimal so großen Standort zu leiten, räumt Rauch ein. Aber er werde wie alle seine Mitarbeiter „weiter für den Standort kämpfen“, betont Rauch. In der Filiale seien Tausende Unterschriften gesammelt worden, auf der Online-Plattform Change.org laufe eine Petition.
Aus Speyer habe er viel Zuspruch erhalten, sagt Rauch. Er freue sich jedenfalls sehr, dass der Kelch an der Domstadt vorüberging. In Mannheim keimte zuletzt Hoffnung, dass sich noch ein Investor finden könnte: „Wir werden nicht aufgeben.“