Speyer „Funkstille aus diesen Kreisen“
Der Rockmusikerverein hat der jüngsten Kritik der Partei Die Linke in Zusammenhang mit dem für Samstag, 18. März, in der Halle 101 geplanten Black-Thrash-Metal-Festival „Speyer War Mass“ widersprochen. In einer Stellungnahme wies die Vereinsführung um Vorsitzende Anna Krämer gestern Vorwürfe der Linken als „Kommunikation einer subjektiven Unwahrheit“ zurück.
Der Kreisverband der Partei hatte den Verein unter anderem „erneut und vehement“ dazu aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Konzertveranstalter Jonas Schork einzustellen. Zur Begründung hatte Die Linke Rechtsextremismus-Vorwürfe gegen die australische Rockgruppe „Deströyer666“ angeführt. Sie soll bei dem von Schork veranstalteten Festival am Samstag auftreten (wir berichteten in der Ausgabe vom 14. März). Der Rockmusikerverein dagegen bestreitet in seiner Stellungnahme, in dieser Angelegenheit von der Partei kontaktiert worden zu sein. „Seit Anfang November 2016 war Funkstille aus diesen Kreisen“, selbst bei einem persönlichen Aufeinandertreffen am 21. Februar sei der Mantel des Schweigens ausgebreitet worden. Daher stelle sich mit Blick auf die Kritik der Linken die Frage, ob eine Falschaussage den Rockmusikerverein diffamieren solle. Der Verein als Hallenvermieter hat nach eigener Darstellung im vergangenen Dezember 2016 ausführlich zu den für das Festival am Samstag angekündigten Bands recherchiert. Dabei habe das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus geholfen – eine öffentliche Einrichtung des Landes Rheinland-Pfalz, die die Rockmusiker als „glaubhafter und eindeutiger als jede anonyme Facebook-Gruppierung“ einschätzen. Abschließend bekräftigt der Rockmusikerverein seine Absicht, seine Arbeit im Ehrenamt professionell auszuüben, mit glaubwürdigen Stellen und Einrichtungen zusammenzuarbeiten sowie weiterhin der Stadt ein Musikkulturzentrum zu bieten.