Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Waldsee, Speyer und Schwegenheim im Aufstiegsrennen

Will zum Auftakt ein Ausrufezeichen setzen: Der ASV Speyer (rot), hier im Pokal gegen Otterstadt.
Will zum Auftakt ein Ausrufezeichen setzen: Der ASV Speyer (rot), hier im Pokal gegen Otterstadt.

Die ASVs aus Speyer, Schwegenheim und Waldsee liefern sich gemeinsam mit dem SV Freisbach einen Vierkampf um die zwei vorderen Plätze in der C-Klasse Ost. Die RHEINPFALZ hat Vertreter der Teams gefragt, wie sie vor der Fortsetzung der Spiele am Wochenende ihre Chancen und die Konkurrenz einschätzen.

Was bisher geschah

Zum Auftakt brannte der ASV Waldsee ein 12:1-Feuerwerk gegen den FV Hanhofen II ab. Auch Schwegenheim triumphierte im Derby über TV Westheim (2:0). Der ASV Speyer stieg erst am zweiten Spieltag ein – mit einem 3:3 gegen jenen TV.

In der vierten Runde standen die drei Teams erstmals in der Reihenfolge Schwegenheim, Speyer, Waldsee an der Spitze. Dies blieb dann auch in wechselnden Positionen längere Zeit so. Nach 13 Runden schob sich der SV Freisbach auf Platz zwei. Und zur Winterpause steht er mit einem Punkt und einem Spiel mehr ganz oben.

Das sagen die Verantwortlichen

„Wir haben das Soll vollkommen erreicht. Die Mannschaft war von Anfang an top motiviert und hat sich nur einen Ausrutscher gegen Speyer geleistet, dem wir immer noch ein bisschen hinterhertrauern“, meint Waldsees Spielleiter Alex Krieger.

Speyers Trainer Carsten Henn sah „eine gute Hinrunde. Meinen Erwartungen wurde entsprochen. Ein paar Punkte haben wir etwas leichtfertig verschenkt. Aber wir mussten auch eine neue Mannschaft zusammenstellen.“

Die Spiele gegeneinander

Schwegenheim und Waldsee trennten sich Anfang September 0:0. Waldsee und Speyer wiederum machten es beim 4:4 eine Woche später spektakulär. Außerdem schlug Schwegenheim die Siedler mit 3:2.

Die Vorbereitung

Krieger ist zufrieden: „Wir hatten eine gute Trainingsbeteiligung. Auch die Testspiele waren bis auf das gegen Leimersheim in Ordnung.“ Nicht vollständig einverstanden mit der Beteiligung seiner Speyerer Schützlinge am Training war Henn. Dafür seien aber die Testmatches zufriedenstellend gewesen.

Die Schwegenheimer verloren die ersten beiden Duelle der Vorbereitung deutlich und legten dann eine Siegesserie von vier Spielen gegen teilweise höherklassige Gegner hin.

So steht’s aktuell

Vor dem Rückrundenstart liegen der ASV Waldsee und Speyer gleichauf mit 26 Punkten auf den Plätzen zwei sowie drei. Dahinter lauert Schwegenheim mit 25 Zählern. Erster ist momentan Freisbach, mit einem Punkt und allerdings einem Spiel mehr.

Zum Auftakt kann ASV Speyer im direkten Duell mit Freisbach gleich ein Zeichen setzen und Tabellenführer werden. Waldsee empfängt TSV Lingenfeld II. Schwegenheim pausiert noch eine Woche.

RHEINPFALZ-Kommentar: Spannend wie selten

In den letzten Jahren ging’s in den C-Klassen recht deutlich zu. 2018/19 gewannen Sieger Neidenfels/Lambrecht II in der Süd- und SG Limburgerhof II in der Nordstaffel sogar alle Spiele – fast wie einst in der Bundesliga mit Serienmeister Bayern München.

Doch hier wie dort ist es dieses Jahr anders. Verpassten die Teams der Region Aufstiege zuletzt knapp oder sogar deutlich, änderte sich das Bild in der neuen Oststaffel, erfreulich, dass drei der vier heißen Aufstiegskandidaten aus der Gegend kommen.

Das heißt, einer schafft’s auf jeden Fall als Zweiter in die Aufstiegsspiele. Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass wir einen Meister und einen Zweiten aus der Region haben. Wer die besten Chancen hat, ist schwer zu sagen.

Wenn ASV Speyer zum Auftakt Konkurrent Freisbach schlägt, setzt er gleich ein dickes Ausrufezeichen. Patzer erlauben darf sich niemand. Dafür geht’s zu eng zu. Auch RW Speyer sollte übrigens mit fünf Punkten Distanz und einem Spiel mehr noch nicht ganz abgeschrieben werden. Es bleibt spannend.

x