Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Torwarttrainer Oliver Eckel im Porträt

Will die Nachwuchstorhüter des JFV Ganerb ans Licht bringen: Oliver Eckel.
Will die Nachwuchstorhüter des JFV Ganerb ans Licht bringen: Oliver Eckel.

Seit dieser Saison hat der JFV Ganerb einen neuen Koordinator für das Fußball-Torhütertraining im Verein. Oliver Eckel aus Kirrweiler betreut außerdem drei Teams innerhalb des JFV und bringt eine Vergangenheit bei einem großen Pfälzer Klub mit. Die RHEINPFALZ hat mit dem 23-Jährigen gesprochen.

Der Kontakt zum JFV sei über einen Arbeitskollegen und Co-Trainer von Nico Henrich entstanden. Seit Juli zeichnet Eckel für die Torhüter der Unter-13- und -14-Jährigen sowie der U19 verantwortlich.

Neben dem körperlichen Unterschied zwischen den Keepern der U13 und 14 sowie denen der U19 fielen Eckel besonders Unterschiede in der technischen Ausbildung auf: „Bei den Älteren kommt es im Training mehr darauf an, Entscheidungsfindung zu trainieren.“

Entscheidung treffen

Jeder Torhüter müsse in jeder Situation für sich eine Entscheidung treffen, etwa, wie er sich bei einem Eckball oder einer Flanke positioniert. In seinen ersten Monaten beim JFV habe er „auf jeden Fall Fortschritte festgestellt. Ich lege viel Wert auf das Fußballerische.“

Eckel vertritt die Ansicht, ein moderner Torwart müsse kicken können: „Es beeinflusst das Spiel, wenn sich eine Mannschaft über den Torhüter spielerisch befreien kann. Das ist anders, als wenn er immer nur die Bälle hinten raushaut.“

Barcelonas Marc-André ter Stegen oder Andre Onana von Ajax Amsterdam seien in dieser Hinsicht positive Beispiele. Gut gefallen habe Eckel auch der Auftritt des Spaniers Unai Simon beim 0:6-Debakel der deutschen Nationalmannschaft.

FCK-geprägt

Sein technisches Leitbild für Torhüter sei besonders von einem seiner alten Vereine geprägt, so der 23-jährige. Er nehme viele Einflüsse von seiner Zeit beim 1. FC Kaiserslautern mit zum JFV.

„Jeder Torwarttrainer im Verein soll letztlich das gleiche beibringen“, nennt Eckel, der auch als Torwarttrainer des Herren-Oberligisten TSG Pfeddersheim fungiert, eines seiner Hauptziele.

Werbezwecke

Auch bei den Trainingseinheiten im Stützpunkt werde ein Leitbild vermittelt. Dies solle mit dem Vereinstraining auf ein gemeinsames Endprodukt hinleiten. Außerdem sei für ihn die Außendarstellung des Vereins von Bedeutung, Eckel will mit einer guten Torhüterausbildung werben.

Dazu solle unter anderem ein konstruktiver Austausch mit den beiden anderen Torhütertrainern im Verein stattfinden. Bei all der Arbeit beim JFV ist Eckel „gut unterwegs,“ wie er selbst sagt: „Aber bei einer Sache, die einem Spaß macht, fällt das nicht schwer.“ Selbst ins Tor zurückkehren möchte Eckel aber nicht: „Als Torwarttrainer kann ich mehr erreichen.“

Seine Stationen als Torwart lauteten Herta Kirrweiler, TuS Maikammer und TSV Venningen-Fischlingen. Danach betreute Eckel beim FCK zwei Jahre Keeper von der U14 bis zur U17.

Die Serie

Früher war er dazu da, die Schüsse des Gegners zu parieren und den Kasten sauber zu halten. Heute kommen weitaus mehr Aufgaben auf einen Torwart zu und er beteiligt sich deutlich intensiver am Spielgeschehen. Nicht wenige sprechen in der Ära von Welttorhüter Manuel Neuer vom neuen Libero. Umso wichtiger ist das spezifische Training für die Keeper. Die Verantwortlichen dafür stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen in unserer Serie „Haltbar“ vor: die Torwarttrainer.

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