Waldsee RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Thomas Hauser trainiert ASV-Frauen

Neue Frauentrainer: Dominik Schleicher (links) und Thomas Hauser.
Neue Frauentrainer: Dominik Schleicher (links) und Thomas Hauser.

Seine ersten knapp neun Monate als Trainer der Damenmannschaft des SG ASV Waldsee/FSV Schifferstadt erlebte Thomas Hauser ganz unterschiedlich. Nach einem verspäteten Start in die Runde und einer kleinen Niederlagenserie war sein Team gerade im Aufwind, als die Saison pandemiebedingt erst unter- und später abgebrochen wurde.

„Natürlich war da eine gewisse Enttäuschung da, weil wir schon gemerkt haben, es geht gerade aufwärts“, so Hauser im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Den Abbruch bezeichnen er und sein Co-Trainer Dominik Schleicher dennoch als die einzig richtige Entscheidung aufgrund der aktuellen Lage.

Immerhin ging es für die Spielgemeinschaft mit einem Erfolgserlebnis in den Lockdown. Im letzten Spiel vor dem Saisonabbruch feierte sie gleichzeitig den ersten Sieg (2:0). Jetzt setzte die Pandemie tabellarisch aber alles auf Anfang. Eigentlich plante Hauser seinen Einstieg als Coach des Landesligisten ohnehin erst später, wie er erzählt.

„Die bisherigen Trainer wollten sich langsam zurückziehen“, sagte Hauser: „Im August letztes Jahr ging es dann schneller als gedacht los.“ Hauser holte sich seinen langjährigen Teamkollegen und Freund Dominik Schleicher als Co-Trainer ins Team und legte los.

Erste Station

Für den Coach der Spielgemeinschaft ist es die erste Station als Trainer einer aktiven Mannschaft. Im Lockdown gab sich das Duo viel Mühe, stellte ein Workout zusammen und startete via App eine Laufgruppe. Sie überlegten sich auch verschiedene Video-Challenges, bei denen die Spielerinnen beispielsweise jonglierten.

Auch eine Taktikschulung über die Videoplattform Zoom stand auf dem Programm. Einmal traf sich das Team sogar persönlich: Corona-konform und in Kleingruppen ging’s zum Fußballgolfen in Dirmstein, als dies noch möglich war. Online traf sich das Team zum gemeinsamen Zocken.

Im bekannten Videospiel FIFA 21 erstellte jede Spielerin einen eigenen Avatar und steuerte bei Online-Matches gegen andere Mannschaften sich selbst. Seit November veranstalteten die Coaches auf freiwilliger Basis Online-Trainings. Sie brennen aber auch darauf, wieder auf den Platz zu können.

Ziel zweitrangig

„Der Vorbereitungsplan würde schon stehen“, sagt Hauser, und Schleicher ergänzt: „Wir könnten loslegen, wenn wir dürften.“ Natürlich müsse dies aber die aktuelle Situation in der Pandemie auch hergeben. Ein konkretes Ziel sei für die erste vollständige Saison erst einmal zweitrangig.

„Normalerweise wäre diese Runde die Saison zum Kennenlernen gewesen“, so Hauser. Das hole der Kader jetzt in der kommenden Spielzeit nach. „Die Mannschaft“, da sind sich er und sein Co-Trainer einig „hat Potential“.

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