Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Oberligist Mechtersheim mit Punkt gegen Pfeddersheim

David Reitarow, hier beim Tor gegen Wiesbach, traf auch gegen Pfeddersheim.
David Reitarow, hier beim Tor gegen Wiesbach, traf auch gegen Pfeddersheim.

TuS Mechtersheim hat auch im sechsten Oberligaspiel in Folge gepunktet, allerdings war gegen die TSG Pfeddersheim die Chancenverwertung das Manko. TuS-Trainer Ralf Gimmy sieht schwierige Wochen auf sein Team zukommen.

„Der Gegner beschwert sich ja gern bei uns über den Rasen“, erklärte der TuS-Übungsleiter nach dem 1:1 gegen die TSG Pfeddersheim am Samstagnachmittag. Aber schließlich leide auch seine Mannschaft unter dem Problem, stellte Gimmy fest und verwies auf den Auftritt auf dem Kunstrasen des FC Speyer 09 am Montag zuvor. Da habe schließlich jeder gesehen, welchen schnellen Ball seine Auswahl spielen könne. Und dann ließ sich Gimmy auch zu einem süffisanten Ausblick auf die Partie gegen den FV Dudenhofen am Mittwoch verleiten: „Ich freue mich auf den tollen Rasen in Dudenhofen.“ Wohl wissend, dass der Rasenplatz beim großen Lokalrivalen mitnichten besser ist als der an der heimischen Kirschenallee.

Die Ironie hatte an diesem Samstagnachmittag ihren Grund. Hatte seine Elf in den vergangenen vier Spielen einen Sieg eingefahren und mit Ausnahme des 4:1-Erfolgs gegen Eppelborn sich stets mit nur einem Tor Unterschied durchgesetzt, war die Chancenverwertung gegen bissige Pfeddersheimer die Schwachstelle im Spiel der Gastgeber. Sieben teils hochkarätige Chancen einschließlich eines Lattentreffers nach Kopfball von Robin Muth (48.) ließen die Mechtersheimer liegen. Nur einmal tauchte Aleksandr Biedermann, bester Torjäger der Oberliga Rheinland-Pfalz, Gruppe Süd, gefährlich vor dem TSG-Tor auf, ansonsten im Spiel eher ab. Er war kein Faktor an diesem Tag. Der erfahrene Pfeddersheimer Kapitän Mathias Tillschneider nahm ihn fast über die gesamte Spielzeit aus der Partie.

Tore aus der Distanz

Der Rest der Mechtersheimer Offensive – die Zwillinge Kaan und Mert Özkaya standen in der Startformation – agierte an diesem Nachmittag zu umständlich. Statt mit einem schnellen Pass den nächststehenden Mitspieler zu bedienen, verloren sich die TuS-Akteure in kraftraubenden Dribblings. Oft war es dann einfach ein Haken zu viel, die umsichtige Pfeddersheimer Abwehr stand dann meist wieder sicher. Zu wenig an diesem Tag für einen Sieg. Das zeigen auch die Tore, beide aus der Distanz. Melchisedec Yeboah traf aus rund 28 Metern sehenswert in den Torwinkel (29.), der eingewechselte David Reitarow aus 20 Metern flach ins Eck (54.).

Und so waren beide Trainer am Ende mehr oder weniger mit dem Remis zufrieden. Und Ralf Gimmy warnte seine Mannschaft: „In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob wir zurecht aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz stehen“, sagte er nach dem Spiel. Anstrengende Wochen stehen ins Haus.

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