DUDENHOFEN RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Ganerbs D-Junioren setzen in Verbandsliga auf FCK-Talentschmied

Im Vorwärtsgang: JFV-Kapitän Pascal Stemski (links) zieht ab.
Im Vorwärtsgang: JFV-Kapitän Pascal Stemski (links) zieht ab.

Die D-Junioren des JFV Ganerb haben als Verbandsliga-Neuling noch Anlaufschwierigkeiten. Der Sportliche Leiter ist dennoch überzeugt, dass das Team die Klasse halten wird. Dafür kam ein Torwarttrainer vom 1. FC Kaiserslautern. Und was ist mit der Weißwurst?

Mit großer Euphorie sind die D-Junioren des JFV Ganerb nach der Landesliga-Meisterschaft in die Verbandsliga gestartet. Wie viel davon ist nach den beiden Auftakt-Niederlagen in den als „wichtig“ eingestuften Derbys gegen Offenbach (1:2) und Speyer (0:1) noch übrig?

Die wichtigste Botschaft ans Team: Nico Henrich, Sportlicher Leiter der JFV-Nachwuchsasse, bleibt betont gelassen. Dafür gibt es gute Gründe, auch wenn der Verein seine D-Junioren unbedingt in dieser hohen Spielklasse etablieren will und das Ziel aktuell gefährdet scheint.

Sandhausens Nachwuchs abgefertigt

„Wir haben definitiv das Potenzial und die Qualität, um in dieser Klasse bestehen zu können. Die Mannschaft ist lange zusammen, spielt mit viel Freude offensiven und attraktiven Fußball, so wie sie das seit Jahren praktiziert“, meint Henrich: „Die beiden Derbyniederlagen sind ärgerlich, aber die notwendigen Punkte werden wir noch holen.“

Die Freude über den Aufstieg sei im Sommer groß gewesen, denn nun habe der JFV in der A-, B-, C- und D-Jugend Mannschaften in der Verbandsliga, könne seine Spieler so durchgehend hochklassig ausbilden, sagt Henrich. Die siebenwöchige Vorbereitung habe mit dem deutlichen 5:1-Erfolg über die U12-Mannschaft des Zweitligisten SV Sandhausen „einen absoluten Höhepunkt“ gehabt. Einschränkungen habe es durch die Kaderbegrenzung von 15 Spielern wegen des Coronavirus gegeben. „Aber wir haben dennoch viel ausprobiert. Es hat ja auch noch kein Spieler Erfahrung in der Verbandsliga sammeln können. Daher haben wir auch die Testspielgegner entsprechend gewählt.“

Spezialtrainer vom FCK geholt

Mustafa Fedo, der bisher immer eine Jahrgangsstufe über seiner eigentlichen Eingruppierung gefördert wurde, sei nun zurück in seinem Jahrgang, „weil wir seine Qualität jetzt in dieser Mannschaft brauchen“, erklärt Henrich. Den Abgang des bisherigen Torwarts zu Wormatia Worms sieht er durch Zugang von Leandro Kern (TSV Königsbach) kompensiert.

Großer Trumpf der Mannschaft sei das tolle Trainerteam, von dem Henrich regelrecht schwärmt: Chefcoach Stephan Schulz und Cotrainer Andreas Stemski haben in dem jungen, ebenfalls als Co-Trainer fungierenden Sebastian Cyperek eine tolle Unterstützung bekommen. Für den neuen Torwart steht mit dem aus der Jugendabteilung des 1. FC Kaiserslautern gekommenen, erst 23-jährigen Oliver Eckel nun sogar ein eigener Spezialtrainer bereit. Eckel sei der Job beim FCK in Kombination mit seinen Aufgaben beim Südwestdeutschen Fußballverband zu viel geworden. Der in Kirrweiler lebende Torwarttrainer sei aber auch noch beim Dudenhofener Oberliga-Konkurrenten TSG Pfeddersheim fürs Training der Keeper zuständig, sagt Henrich.

Scouts auf den Tribünen

Schon jetzt würden die Spieler, die im kommenden Jahr in die C-Jugend aufrücken, auf das dann gängige Großfeld vorbereitet. Dazu wird die Mannschaft schon im Winter einige Testspiele vom Neuner-Spielfeld auf den regulären Platz verlegen und auch schon gegen C-Jugend-Mannschaften antreten, lässt der Sportliche Leiter wissen.

Für die kommenden Wochen sei es wichtig, die Niederlagen abzuhaken, die Konzentration hochzuhalten und die Chancenverwertung zu optimieren. Im letzten Punkt lag aus Henrichs Blickwinkel der Hauptgrund für die Niederlage trotz Überlegenheit im zweiten Durchgang gegen Lokalrivale Speyer. Dazu sei es auch wichtig, dass die Spieler die Bodenhaftung behielten, auch wenn bei jedem Spiel Scouts der umliegenden Großvereine auf den Tribünen säßen: „Wir wollen jetzt die Punkte holen, die Belohnung kommt dann von ganz alleine“, mahnt Henrich den Blick fürs Wesentliche an.

Außergewöhnliches elterliches Engagement

Was außergewöhnlich sei: „Die Eltern halten sehr zusammen und engagieren sich auch neben dem Platz. Grillfeste nach dem Training gibt es öfter mal, zuletzt gar ein Weißwurstfrühstück. Das kenne ich so eher nicht“, meint der selbst erst 19 Jahre alte Sportliche Leiter des JFV.

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